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Energie-Partnerschaft besiegelt

Energie-Partnerschaft besiegelt

Delitzsch hat einen neuen Partner in Energiefragen: Die Stadt Schowkwa in der Westukraine. Im Rahmen der Woche der Energieeffizienz haben beide Kommunen am Donnerstag eine Energie-Partnerschaft vertraglich besiegelt.

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Der Delitzscher Oberbürgermeister Manfred Wilde (Zweiter von rechts) überreicht seinem ukrainischen Kollegen Petro Vykhopen ein T-Shirt mit dem Energielogo von Delitzsch.

Quelle: Frank Pfütze

Schowkwa/Delitzsch. Die Voraussetzungen sind unterschiedlich. Delitzsch hat in den vergangen 20 Jahren seinen Wohnungsbestand energetisch saniert und schmückt sich inzwischen mit Titeln und Auszeichnungen. Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) saß am Donnerstag im Präsidium des Schowkwaer Sonder-Stadtrates und präsentierte seine Stadt. Wilde erzählte von Wohnungen, die per Wärmepumpe versorgt werden, von der Kita "Zauberhaus", der Bibliothek und der Agrargenossenschaft Beerendorf.

Schowkwa zählt über 13 000 Einwohner. Die Stadträte begrüßten die Delitzscher Delegation. Wie Schwämme sogen sie auf, was Wilde über Sanierung, Wärmedämmung und Einsparungen erzählte. Rein geografisch betrachtet saßen da Gäste aus dem Westen, die als Helfer und Partner willkommen waren. Denn Schowkwa braucht Hilfe, Unterstützung und Beratung. In der Stadt ist wie in weiten Teilen der Ukraine die Zeit vor 20 Jahren stehen geblieben. "Ich wünsche ihnen und uns von Herzen, dass es nie Mauern zwischen uns gibt, die uns trennen und dass bald auch für die Ukraine der Weg nach Europa frei ist. Für uns ist die Partnerschaft ein neues Kapitel in unserer Geschichte", sagte Bürgermister Petro Vykopen (parteilos).

Schowkwa will Wohnraum energetisch sanieren, die Energieversorgung effektiver gestalten und seinen Einwohnern langfristig Wohnraum anbieten. Der Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft ist im Boot, vermittelt professionelle Beratung und Planung. Bürgermeister Vykhopen ist ein einsamer Kämpfer, denn noch immer dominieren Korruption, Misswirtschaft und Lethargie im Land. Der 50-Jährige hat inzwischen jedoch viel erreicht. Unter anderem einen Stadtratsbeschluss vorbereitet. Die Wärmeverbesserung, die Wasserver- und Entsorgung, Gebäudesanierung, Abfallmanagement und die Straßensanierung stehen in einem Strategiepapier, das der Stadtrat in diesem Jahr verabschieden soll. Der Bürgermeister hat im vergangenen Jahr eine Energiemanagerin eingestellt. Ein fast revolutionärer Schritt. Olena Klark kümmert sich wie Tillman Bruns in Delitzsch ausschließlich um das Energiethema. Beide haben die zukünftige Arbeit ausgiebig besprochen und diskutiert. Auf ihren Schultern lastet nun der Großteil der Arbeit, die Partnerschaft fruchtbringend mit Leben zu erfüllen. "Das ist für mich eine große Herausforderung. Frau Klark habe ich als absolute Fachfrau erlebt und kennengelernt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit", so Bruns.

In Schowkwa ist aber auch schon Zukunftsmusik zu hören. Vykhopen sprach vom Ausbau der Straßenbeleuchtung mit Energiesparlampen, von Mülltrennung und dem Bau eines neuen Wasserpumpwerkes. Allerdings hat er anders als Delitzsch (sechs Millionen Euro) jährlich nur etwa 400 000 Euro für Investitionen zur Verfügung. Mit Blick auf den Ist-Zustand ist das eigentlich gar nichts. "Wir sind in der Situation, helfen zu können und wollen das tun. Ich freue mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit und hoffe, dass eines Tages vielleicht auch die Menschen unserer Städte zueinander finden", sagte Wilde, der die Ukrainer im Mai zur internationalen Energie-Konferenz nach Delitzsch eingeladen hat. In Delitzsch, erzählte Wilde, leben gut 100 Ukrainer, die nach 1940 in die Stadt kamen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..

Frank Pfütze

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