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Delitzsch Energiesparkonzept: Krostitzer Räte lehnen Deicke-Antrag ab
Region Delitzsch Energiesparkonzept: Krostitzer Räte lehnen Deicke-Antrag ab
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00:22 03.06.2015
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parkonzept benötigt. Diesbezügliche Vorstöße machte vornehmlich die SPD-Abgeordnete Liane Deicke, weil, wie sie begründet, Energieeffizienz in den Kommunen ein Schwerpunkt des Klimaschutzes in Sachsen sei. Immer wieder wurde ihr Vorschlag unter dem Tenor, die Gemeinde mache in punkto Energieeinsparung schon eine ganze Menge, und sie stecke das Geld lieber in konkrete Maßnahmen als in ein Stück Papier, abgewiesen.

Weil auch in Haushaltsplan 2015 keine Mittel für ein Energiesparkonzept eingestellt sind, startete die SPD-Frau jetzt einen neuen Anlauf, indem sie schriftlich beantragte, dass der Gemeinderat beschließen möge, für alle kommunalen Einrichtungen ein Konzept zur Einsparung von Energie zu erarbeiten. Die Straßenbeleuchtung soll schrittweise energieeffizienter gestaltet und die dadurch frei werdenden Mittel in andere wichtige Projekte gesteckt werden. Zudem heißt es im Antrag, "die Gemeindeverwaltung legt dem Gemeinderat bis zum 30. Oktober einen Maßnahme-, Zeit- und Finanzierungsplan vor". Inhaltlich orientierte sich Deicke in drei Punkten wörtlich an das CDU-Kommunalwahlprogramm aus dem Vorjahr, in dem ihre Forderungen ebenfalls beschrieben sind. "Ich wundere mich, dass die Initiative für ein Energiespar- konzept nicht von den CDU-Gemeinderäten kommt, sondern dass ich das übernehmen muss", argumentierte Deicke in der jüngsten Ratssitzung. Trotz dieses taktischen Schachzuges erntete ihr Vorstoß aber erneut wenig Zuspruch, auch wenn ihr Ansatz, einen Überblick zu erhalten, welche Maßnahmen zur Energieeinsparung in der Gemeinde schon umgesetzt und welche noch ins Auge gefasst werden sollten, unumstritten ist. "Was bringt uns ein solches Konzept?", fragte Bürgermeister Wolfgang Frauendorf (CDU). Als gelernter Elektromeister sei die Energieeinsparung ein Steckenpferd von ihm. Er habe sich mit mehreren Kommunen ausgetauscht und die Empfehlung erhalten, wie bisher weiter zu machen. "Wir können uns glücklich schätzen, dass die Gemeinde bereits viele Energiesparmaßnahmen umsetzen konnte. Und wir haben Fachleute in Gemeinderat, die uns helfen, die richtigen Maßnahmen einzuleiten", sagte Frauendorf. Als Beispiele zählte er unter anderem die Wärmedämmung und Heizungsumstellung in den Kindereinrichtungen und Schulen, im Sportlerheim und im Bürgerhaus Krensitz sowie die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED auf. Dieses Jahr sollen weitere 44 Lampen in der Ernst-Thälmann-Siedlung, Körnerstraße und Zur Klause in Hohenossig umgerüstet und damit eine Einsparung von 2,7 Kilowatt erzielt werden.

"An diesen Beispielen sehen wir, dass wir Lösungen gewählt haben, die auch Experten nicht anders in ein Energie- sparkonzept schreiben würden. Für das, was wir jetzt tun, brauchen wir nicht noch 50 Seiten Papier", sagte Ulrich Triller, der für die Linken im Rat sitzt. Vielleicht sollten wir aufschreiben, welche Einsparung wir pro Kopf mit unseren Maßnahmen erzielen, schlug er vor. Mit drei Ja- und zwölf Gegenstimmen sowie zwei Enthaltungen wurde Deickes Antrag letztlich abgelehnt.

©Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.06.2015
Steingen, Thomas

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