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Enrico Hochmuth verlässt Delitzscher Museum in Richtung Hochschule

Enrico Hochmuth verlässt Delitzscher Museum in Richtung Hochschule

Soll man wirklich gehen, wenn es am schönsten ist? Enrico Hochmuth versucht sich - wenn es auch schwerfällt - daran zu halten. Nach vier Jahren verlässt der promovierte Museologe das Schulze-Delitzsch-Haus.

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Enrico Hochmuth

Quelle: Privat

Delitzsch. "Gerade jetzt, wo sich die Erfolge langsam einstellen", sagt er. Es sind vier Jahre, in denen er - das ist unstrittig - dem Genossenschaftsmuseum in der Kreuzgasse seinen Stempel aufgedrückt hat. Dass die Idee des Genossenschaftswesens auf bestem Wege ist, bei der Unesco zum internationalen immateriellen Kulturerbe zu werden, ist auch Teil seines Wirkens - unzählige Stunden auch seiner Arbeit stecken in der Bewerbung. Warum also gehen? Für eine feste und sichere Anstellung an der Fakultät Medien der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig. (HTWK). Dort wird der 43-Jährige als Veranstaltungs- und Projektmanager arbeiten. "Ich habe lange hin und her überlegt", gesteht er. Es sei ja nicht das erste Angebot gewesen, etwas anderes und woanders zu machen. Es geht ihm darum, sich mit seiner Tätigkeit identifizieren zu können, sich selbst zu verwirklichen und Dinge zu realisieren, hinter einer Idee zu stehen und diese zu verkörpern. All das bot ihm das Schulze-Delitzsch-Haus, wie die Faust aufs Auge passte der Kenner und Liebhaber der Genossenschaftsidee zur prominenten Adresse. Der Reiz an die ehemalige Ausbildungsstätte zurück zu kehren, sei aber doch zu groß gewesen. Der HTWK fühlt er sich ebenso verbunden wie Delitzsch und dem Museum, wo er weiterhin als Berater tätig sein will. Die Kuratorenstelle wird jemand anderes ausfüllen, die Kandidatensuche ist Sache der Deutschen Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft. Ab 1. Juli ist Hochmuth an der HTWK.

Das Thema Genossenschaften will er weiter begleiten - unter anderem mit Publikationen, Forschungen und der Beteiligung zum Tag der Industriekultur, der dieses Jahr Genossenschaften in den Mittelpunkt stellt. Wenn er nur noch selten als Berater in der Loberstadt anzutreffen sein wird, will er spezielle Führungen übernehmen und sein Wissen weitergeben. Zwar gehe es im Schulze-Delitzsch-Haus natürlich um die Persönlichkeit Schulze-Delitzsch - der Fokus richte sich jedoch auf die Idee, für die er steht. Ein Museum müsse man als Ort verstehen, in dem sich Visionen entwickeln. Mit Sonderausstellungen und Veranstaltungen sei es gelungen, Schwung ins Haus zu bringen.

Rund 600 Besucher seien vergangenes Jahr gekommen, die Zahl habe er 2015 bereits im ersten Quartal verzeichnet. "Der Zuspruch ist Belohnung für die harte Arbeit." Er sei ein Netzwerker und knüpfe schnell entscheidende Kontakte, agiere mit Selbstbewusstsein und könne daher viel erreichen, beschreibt sich Hochmuth selbst. Als die eines Netzwerkers hat er seine Aufgabe verstanden. "Es nützt nichts hier im Schulze-Delitzsch-Haus zu warten, bis es an der Türe schellt, ich erreiche etwas, wenn ich mich als Redner engagiere und das Haus bekannt mache." Dass es unter www.genossenschaftsmuseum.de inzwischen eine Homepage gibt, fällt ebenfalls in die Reihe der Verdienste, die er aufzuzählen (ver)mag. Nächstes Projekt für Enrico Hochmuth bleibt zunächst: Einarbeitung des Nachfolgers, sobald dieser gefunden ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..
Christine Jacob

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