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Delitzsch "Es ist zur größten Herausforderung geworden, die Schüler zu begeistern"
Region Delitzsch "Es ist zur größten Herausforderung geworden, die Schüler zu begeistern"
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14:08 19.05.2015
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Kreisgebiet

Der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft und die Koordinierungsstelle Berufs- und Studienorientierung des Landkreises Nordsachsen organisieren den Aktionstag inzwischen zum siebten Mal. Die Agentur für Arbeit ist Mitglied im Arbeitskreis. Germaine Schleicher organisiert die Messe von Anfang an mit. Die Kreiszeitung sprach mit der 46-jährigen Mitarbeiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung.

Frau Schleicher, Sie sind zum siebten Mal dabei. Erinnern Sie sich an den Anfang dieser Messe?

Die Idee kam an einem Unternehmerstammtisch. Die Wirtschaft wollte ein Format, um mit dem Nachwuchs in Verbindung zu kommen. Steffen Penndorf, Verwaltungsdirektor vom Krankenhaus Delitzsch, hat Druck gemacht. Erika von Scheven, Chefin der Arbeitsagentur in Delitzsch, hat damals den Start mitgestaltet.

Wie zufrieden sind Sie mit der Vorbereitung, wie sieht es aus, gut vier Wochen vor dem Aktionstag?

Es läuft inzwischen sehr routiniert. Die Stammunternehmen sind uns treu geblieben, andere sind hinzu gekommen. 96 Aussteller haben sich angemeldet.

Wer zum Beispiel?

Viele aus dem Logistikbereich, wie DHL, Schenker und der Flughafen. Aber auch Bauunternehmen, das Krankenhaus und andere Unternehmen aus dem Bereich Gesundheit. Erstmals auch die Schokoladenfabrik und natürlich die Hochschuleinrichtungen. Mit der Uni Leipzig, der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur und der Berufsakademie haben wir drei feste Partner in diesem Bereich. Es kommen inzwischen aber auch andere Hochschulen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt. Und unsere beruflichen Schulzentren präsentieren sich mit ihren Angeboten.

Wie finanzieren Sie die Messe?

Nach wie vor haben wir Sponsoren, wie die Sparkasse, die Technischen Werke, Stora Enso und die AOK, die den größten Teil stemmen. Die sind natürlich auch auf der Messe vertreten. Aber auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft die alle drei Messen im Landkreis unterstützt.

Das zeigt das große Interesse der Firmen und Institutionen, die um Nachwuchs kämpfen. Wie groß ist der Kampf?

Fachleute fehlen inzwischen überall. Aber auch in der Landwirtschaft, im Handwerk und in technischen Berufen gibt es Nachwuchssorgen. Das spiegelt sich in der Ausstellerzahl wider.

Die Situation hat sich völlig verändert seit den Anfängen dieser Messe. Inzwischen gibt es ein Überangebot an Ausbildungsplätzen, werden längst nicht alle besetzt. Was erwarten Sie für eine Resonanz von den Schülern, für die diese Messe ja eigentlich mal erfunden wurde?

Es ist inzwischen zur größten Herausforderung geworden, die Schüler zu begeistern und sie zur Messe zu locken. Deshalb werden wir zum Schuljahresbeginn auch noch einmal verstärkt in den Einrichtungen werben. Mit dem Projekt ,Fit für die Ausbildung' haben wir auch Sportvereinen die Möglichkeit gegeben, sich zu präsentieren.

Das heißt?

Die Icefighters, der NHV Concordia und die Volleyballer vom GSVE kommen zur Autogrammstunde. Verbunden ist das Programm mit Firmen, die in den Bereichen Gesundheit, Fitness, Ernährung ausbilden. Wir haben auch eine Modenschau als Rahmenprogramm und jede Menge Berwerbungstrainings und Möglichkeiten für Tests für die jungen Leute organisiert.

Es gibt inzwischen ein Überangebot solcher Veranstaltungen in der Region. Ist die Messe ein Auslaufmodell?

Ich hoffe nicht. Aber die Frage ist berechtigt und stellt sich. Der Aufwand, der betrieben wird, ist enorm, da muss natürlich auch was bei rumkommen, das muss sich rechtfertigen.

Wann ist das für Sie der Fall, wann sind Sie mit der Messe zufrieden?

Wenn die Halle gefüllt ist, wie in den Jahren zuvor. Denn das ist uns bisher gelungen. Wenn die Aussteller signalisieren, dass sie zufrieden sind, dann sind wir es als Veranstalter auch.

Informationen, Ausstellerliste und Kontakt im Internet unter: www.berufsorientierung-nordsachsen.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.08.2014
Arndt, Madeleine

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