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Delitzsch Eschensterben in Delitzsch
Region Delitzsch Eschensterben in Delitzsch
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19:11 01.08.2011
Kranke Eschen am Parkplatz des Bürgerhauses. Quelle: Manfred Lüttich
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Delitzsch

Überall im Stadtgebiet gebe es Symptome dafür, informierte die Stadtverwaltung.

Erst im Frühjahr wurden am Sprödaer Sportplatz Eichen gefällt, die vom Splint- beziehungsweise Prachtkäfer befallen waren. Die Schädlinge legen ihre Eier in die Rinde der Bäume. Ihre Larven fressen sich dann ins Holz. Die des Splintkäfers dringen bis ins Splintholz vor. Die Larven des Prachtkäfers bohren geschlängelte, sich verbreitende Gänge. In beiden Fällen verkümmern die Bäume oder sterben ab.

Neuerdings ist ein Baumsterben auch  im Eschenbestand der Stadt zu beobachten. Jüngst wieder festgestellt bei den Vorbereitungen zur Umgestaltung der Fläche am Bürgerhaus. Verantwortlich sei der Eschenpilz, sagt Jan Matussek von der Stadtverwaltung. Dabei geht die Fachwelt davon aus, dass nach Ulmen und Erlen eine neuartige Krankheit weitere Laubbäume in Europa bedroht.

Erstmals wurde dieser Pilz in den 1990er-Jahren in Lettland, Litauen  und Polen festgestellt. Später kam er über Schweden und Dänemark auch nach Deutschland. 2006/07 wurde er  mit großer Intensität in Österreich erstmals nachgewiesen. Die Erkrankung der gewöhnlichen Esche ist durch ein von außen nach innen voranschreitendes Absterben der Triebe, Zweige und Äste charakterisiert. Der Baum reagiert mit der intensiven Bildung von Ersatztrieben in Krone und am Stamm. Dies sei gegenwärtig am Bürgerhaus und an der Securiusstraße gut zu beobachten. „Nächstes Jahr werden diese Gehölze dann Blattmassen verlieren und im folgenden Jahr kahl dastehen, wie bereits einige Bäume im Stadtpark“, erklärt Matussek.

Die Stadt will das Problem konzeptionell angehen und gezielt befallenen Bäume dort entfernen, wo es notwendig ist, denn eine Behandlung mit  chemischen oder anderen Mitteln ist laut einem Gutachten nicht möglich.  Besonders dort, wo wie am Bürgerhaus und in Securisustraße die Sicherheit im öffentlichen Raum gefährdet ist, müsse man handeln, sagt Delitzschs Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos). Für die gefällten Bäume werde es Ersatzpflanzungen geben.

Thomas Steingen

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