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Delitzsch Ex-Radrennfahrer treffen sich in Quering
Region Delitzsch Ex-Radrennfahrer treffen sich in Quering
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16:00 05.11.2018
Ehemalige Radrennfahrer treffen sich in Quering, um Erinnerungen an die gemeinsame Zeit als Leistungssportler auszutauschen Quelle: Anke Herold
Quering

Antike Rennräder, Trikots mit Unterschriften, Radrennhelme und viele Erinnerungen schmücken den Saal im Rostenstübl Dorn in Quering. Sie zeigen einen Abschnitt aus dem Leben von Irene Dorn. Die rüstige Seniorin kann viel aus ihrer Jugendzeit als Radrennfahrerin berichten. Zusammen mit anderen Sportfreunden hat sie tausende Kilometer auf dem Sattel verbracht. In regelmäßigen Abständen lässt sie, gemeinsam mit den ehemaligen Mitstreitern, diese sportliche Ära noch einmal Revue passieren. Am vergangenen Samstag war es wieder soweit, miteinander in Fotoalben stöbern und an einstige Erfolge erinnern, stand auf dem Plan.

Alte Hasen erzählen

Im Saal des Rosenstübl nahm auch Klaus Freund aus Leipzig Platz. Einer derer, der neben anderen auch die Gastgeberin trainiert hat. Ebenfalls mit am Tisch sitzt Gunter Hoffmann. „Mein erstes Rennrad habe ich mir mühsam zusammengespart, bevor ich im Leistungssport Fuß fassen konnte“, erzählt der inzwischen 70-Jährige. „Er war mein bester Fahrer“, lacht der Freund neben ihm: „Ende der Sechzigerjahre haben wir uns kennengelernt und zahlreiche Erfolge eingefahren. Länderkämpfe, Meisterschaften, wir durften auch ins Ausland und waren nicht nur in den sozialistischen Ländern, sondern auch von Dänemark bis Mailand unterwegs.“ Freund selbst kann überdies auf eine Radrennkarriere zurückschauen und neben weiteren Preisen auf den 2.Platz beim Großen Preis von Paris im Jahre 1957 stolz sein. Die beiden Sportler haben natürlich auch kleine Statistiken parat. Zehn Jahre habe man intensiven Leistungssport betrieben, jährlich in Spitzenzeiten bis zu 35 000 Kilometer zurückgelegt und dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde erreicht bei Wettkämpfen sogar bis 60 km/h, Zeitungspapier unter der Jacke diente als Kälteschutz im Winter und trainiert wurde bei Wind und Wetter.

Fahrradmuseum entstanden

Nach vielen Jahren des Wiedersehens nutzten die Gäste am Samstag die Gelegenheit im Fahrradmuseum der Familie Dorn vorbeizuschauen. Wolfgang Arendt ist begeistert: „Ich war nun schon das dritte Mal hier und bin jedes Mal beeindruckt von Irenes Sammlung“, schwärmt der ehemalige Jugendradrennfahrer. In einem sind sich die Sportler im Übrigen einig. Ein erneutes Treffen sollte es zwischen den Rennrädern, Trikots und jeder Menge Erinnerungen unbedingt geben.

Von Anke Herold

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