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Facebook bedeutet ständige Arbeit für Delitzsch

Internet-Debatten Facebook bedeutet ständige Arbeit für Delitzsch

Zahlreiche Fans hat die Stadt Delitzsch bei Facebook – fast 3000 Menschen verfolgen den offiziellen Auftritt der Stadtverwaltung im Netzwerk. Das bedeutet für das Team im Rathaus jede Menge Arbeit, und zwar ständig. „Daumen hoch“ gilt aber nicht immer.

Das Rathaus mag schließen, durchgehend geöffnet hat die Facebookseite der Großen Kreisstadt Delitzsch.

Quelle: facebook

DELITZSCH. Die unendlichen Weiten des Internets – sie sind für Kommunen längst nicht mehr zu ignorieren. Nicht viele leisten sich so wie Delitzsch neben einer eigenen Homepage auch eine umfassende Präsenz in sozialen Netzwerken wie Facebook. Seit 2011 ist die Stadt als „ Delitzsch (Offizielle Seite der Großen Kreisstadt)“ dort vertreten, darf damit als Pionier in Nordsachsen gelten.

Die Seite zu erstellen, verursacht keine Kosten im finanziellen Sinne. Sie zu pflegen braucht Aufwand. „Der genaue zeitliche Aufwand ist schwer einschätzbar und richtet sich je nach den aktuellen Ereignissen“, sagt Stadtpressesprecherin Nadine Fuchs. Zusammen mit ihrem Kollegen Christian Maurer pflegt sie die Stadtseite, zudem werden Präsenzen von Barockschloss und Tiergarten betreut. Anderthalb Personalstellen haben die Öffentlichkeitsarbeiter. Social media-Teams wie sie in großen Unternehmen üblich sind, gibt es für ein Rathaus dieser Größenordnung nicht. Vieles passiert nebenbei, parallel zur sonstigen Arbeit und schluckt Zeit. Es kann in wenigen Minuten und Klicks erledigt sein, mal ein Foto zum Beispiel von Neuerwerbungen in der Stadtbibliothek und ein paar Sätze dazu zu bei Facebook zu veröffentlichen. Zudem wird nicht jeden Tag und ständig aktuell gepostet wie es bei LVZ Nordsachsen und anderen Nachrichtenangeboten der Fall ist. Viel Aufwand verursachen Diskussionen wie zuletzt die um das Straßenfest zur Eröffnung der frisch sanierten Bitterfelder Straße.

Für die Terminierung auf einen Freitag von 11 bis 14 Uhr erntete die Verwaltung einige kritische Worte. Der Termin war bewusst gewählt worden, um den beteiligten Bauarbeitern und Firmen die Chance zum Mitfeiern zu geben. Viele Delitzscher aber schienen sich ausgeschlossen zu fühlen. Sprüche im Sinne des geflügelten Worts „Freitag nach eins macht jeder seins“ kamen dafür in der Facebook-Veranstaltung. Weil der Oberbürgermeister danach nicht mehr arbeiten wolle, sei das Fest so gelegt worden und belegt sei das durch die Öffnungszeiten des Rathauses. Die beiden Mitarbeiter, sie sind selbst auch privat bei Facebook aktiv, schalten sich wie andere im Rathaus in solche Diskussionen ein, moderieren und argumentieren.

Delitzscher OBM und Rathaus-Mitarbeiter mischen mit

Abgesehen davon, dass der Terminplan der Verwaltungsmitarbeiter nicht deckungsgleich mit den Öffnungszeiten des Rathauses ist, bedeutet schon Facebook Arbeit über diese hinaus. „Wir gehen auch am Wochenende auf Anfragen ein und begleiten Diskussionen“, schildert Nadine Fuchs. Abgerechnet wird der zeitliche Mehraufwand – wenn überhaupt – nur selten in Form von Überstunden beziehungsweise mit weniger Stunden als tatsächlich geleistet. Auch OBM Manfred Wilde (parteilos) ist bei Facebook vertreten.

Meist fällt das Feedback bei Facebook positiv aus. „Eine Stadt muss natürlich auch mal unbequeme Dinge vermelden, entsprechend fallen die Reaktionen aus“, so Nadine Fuchs, „eine Entscheidung für etwas ist immer auch eine gegen etwas.“ Die zahlreichen privaten Nachrichten beantwortet das Team nach Möglichkeit innerhalb von 24 Stunden. „Am Wochenende kann es aber sein, dass wir doch mal nicht reagieren oder nur einen Zwischenstand geben können, weil wir Zuarbeiten aus den Sachgebieten brauchen“, so Fuchs.

Verzichtbar, so der Tenor im Rathaus, ist ein Auftritt bei Facebook nicht für eine Stadt. Delitzsch ist zudem bei Instagram, Google+ und youtube aktiv.

Von Christine Jacob

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