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Falle Drängelgitter?

Falle Drängelgitter?

Das Drängelgitter zwischen Delitzscher Bismarck- und Anna-Zammert-Straße scheint für die Ewigkeit gewappnet: die Füße mit Beton fixiert, die Streben fest verschraubt.

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So kann es nicht funktionieren: Das Drängelgitter ist verschraubt und einbetoniert.

Quelle: Christine Jacob

Delitzsch. So aber ist es nicht gedacht. Das Gitter am Bahnübergang soll eigentlich jederzeit zerteilt und beiseite geschafft werden können.

So können Rettungskräfte ins Wohngebiet rund um den Poetenweg am Oberen Bahnhof gelangen, wenn die Schranken am Bahnübergang in der Körnerstraße unten sind. Eigentlich. „So funktioniert es aber nicht“, ärgert sich Anwohner Bernd Hintersdorf, bis zur Rente im Kommunalbau der Stadt beschäftigt und dort federführend, als das Gitter Mitte der 1990er-Jahre eingebaut wurde. Da war es noch variabel. Jetzt ist es fixiert.

Das Problem: Kommt ein Zug von Halle über diese Verbindungskurve am Oberen Bahnhof und steuert die stark befahrene Hauptstrecke Leipzig-Berlin an, so steht er in der Regel, bis diese Strecke frei ist. Minuten können vergehen. Bei Personenzügen ist das, in der Regel, keine große Sache. Bei langen Güterzügen aber wird es kritisch. Bis zu 15 Minuten, haben Pendler auf ihrem Weg zum Oberen Bahnhof schon beobachtet, stehen die Züge dann rund 200 Meter weiter am beschrankten Bahnübergang in der Körnerstraße und blockieren ihn. Seit der Zugverkehr der gesperrten Bahnlinie Bitterfeld-Halle über die Kurve umgeleitet wird, sind es Dutzende Züge täglich, die hier in gedrosseltem Tempo langfahren. „Rettungsfahrzeuge können so nicht durch“, warnt Hintersdorf, sprach das Thema kürzlich auch im Stadtrat an.

„Wir wollen das Drängelgitter in seiner ursprünglichen Form wiederherstellen“, versichert Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) auf Anfrage. Das Gitter habe man leider festschrauben müssen, weil es immer wieder zu Vandalismus kam. Die Metallteile seien zum Teil auf die Schienen geschmissen worden. Nun habe es einen Vor-Ort-Termin mit der Deutschen Bahn gegeben, um die Sicherheitsproblematik zu besprechen. Der Zustand sei so nicht hinnehmbar, das Gitter müsse schnell wieder betriebsbereit gemacht werden. Doch erst muss zwischen Stadt Delitzsch und der Deutschen Bahn geklärt werden, wer zuständig – vor allem in Sachen Kosten – ist.

Christine Jacob

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