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Delitzsch Falsche Lehrerin testet Delitzscher Touristinfo
Region Delitzsch Falsche Lehrerin testet Delitzscher Touristinfo
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00:19 08.07.2017
Nadine Schelinski und Antje Schneider mit dem Zertifikat, das ihre Einrichtung als geprüfte Tourist-Information deklariert. Quelle: Thomas Steingen
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Delitzsch

Am Eingang zum Barockschloss Delitzsch macht ein kleines rotes Schild mit einem weißen „i“ auf die Tourist-Information aufmerksam. Allerdings ist dieses Schild mehr als nur ein Hinweis. Die Worte „geprüfte Tourist-Information“ machen es zu einem Qualitätssiegel, vergleichbar mit den Sternen, die an Hotels vergeben werden. Die „i-Marke“ des Deutschen Tourismusverbandes bescheinigt der Einrichtung und ihren Mitarbeitern eine ausgezeichnete Beratungsqualität. Nach Bad Düben und dem Torgau-Informations-Center war Delitzsch im Mai 2014 die dritte Stadt im Landkreis, die sich mit dieser Marke schmücken darf. Jetzt hat sie dieses Qualitätssiegel erneut erhalten.

15 Mindestkriterien

„Wir freuen uns über die erneute Zertifizierung, wertet sie die Einrichtung, ihrer Mitarbeiter und damit auch die Stadt auf. Es ist ein Qualitätskennzeichen, das hart erarbeitet werden muss“, sagte gestern Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos). Unter anderem sind 15 Mindestkriterien zu erfüllen – zum Beispiel in Bezug auf die Ausschilderung der Einrichtung und Weiterbildungen des Personals. Grundinformationen wie das Gastgeberverzeichnis müssen auch außerhalb der Öffnungszeiten zugänglich sein. Deshalb hängt seit der Erstzertifizierung im Jahr 2014 eine Prospektbox vor der Schlosstür.

Ebenso gefordert ist eine öffentliche Toilette in der Tourist-Information beziehungsweise in ihrer unmittelbaren Nähe. Begutachtet wird der Internetauftritt, ob Öffnungszeiten, Telefonnummer und E-Mail-Adresse leicht zu finden sind. Auch entsprechende Pkw-Parkplätze muss der Bewerber für die „i-Marke“ nachweisen. Zudem besuchten zwei Prüferinnen inkognito die Einrichtung. „Eine gab sich als Lehrerin aus, die das Schloss mit ihrer Klasse besuchen wollte, und die andere plante einen Kurzurlaub in der Region“, berichtet Tourist-Informations-Mitarbeiterin Nadine Schelinski. Die Prüfer erkundigten sich auch, wie Behinderte ins Schloss kommen. Deshalb führte Museumschef Jürgen Geisler den Treppensteiger zum Überwinden der Eingangsstufen vor.

Lob von den Prüfern

„Bei der mündlichen Auswertung haben uns die Prüferinnen noch einige Tipps gegeben. Beispielsweise legten sie uns nahe, noch eine Spielecke einzurichten. Ansonsten waren sie zufrieden“, so Nadine Schelinski weiter. Als positiv hervorgehoben hätten sie, dass die Tourist-Information keine saisonalen, sondern feste Öffnungszeiten übers ganze Jahr und festangestellte Mitarbeiter habe.

Von Thomas Steingen

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