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Delitzsch Fasanerie im Delitzscher Tiergarten soll umgestaltet werden
Region Delitzsch Fasanerie im Delitzscher Tiergarten soll umgestaltet werden
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18:02 13.04.2018
Tiergartenchefin Julia Gottschlich und Tierpfleger Frank Blümel hoffen auf weniger Maschendraht. Quelle: Wolfgang Sens
DELITZSCH

Planen, verwerfen, neu planen. Unter dieser Devise werden Tiergartenleiterin Julia Gottschlich und Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) 2017 oft sprechen müssen. Wilde nämlich ist Vorsitzender des Tiergarten-Fördervereins. Und der Verein plant 2017 wieder Großes mit Bürgerbeteiligung: Die Fasanerie soll komplett umgestaltet werden, offener und moderner werden – vor allem auch zur Sicherheit der Tiere.

Es ist nicht das erste groß dimensionierte Projekt des Fördervereins, der all das im Tiergarten möglich macht, was die Stadt für ihre Einrichtung des freiwilligen Bereichs in dieser Form nicht komplett aus Eigenmitteln stemmen könnte. Der 2012 umgesetzte Bau der neuen Bärenanlage wurde mit mehr als 100 000 Euro durch den Förderverein unterstützt, die dieser als Spenden gesammelt hatte. Fast ein Jahrzehnt wurde die Anlage geplant und dafür gesammelt. Der dann für 2011 vorgesehene Bau musste aus finanziellen Gründen dann noch um ein Jahr verschoben werden. „Auch mit der Fasanerie wird es dauern, aber nicht so lange wie beim Bärengehege“, ist Manfred Wilde zuversichtlich. Die jetzige Anlage sei einfach nicht mehr zeitgemäß und es müsse sich in absehbarer Zeit etwas tun. Die Fasanerie ist fast noch in ihrem Ursprungszustand von 1968, als der Tiergarten aufgebaut wurde – von diversen Renovierungsarbeiten abgesehen natürlich. „Die Baufälligkeit stellt ein Risiko für die Tiere dar“, betont Tiergartenleiterin Julia Gottschlich. So ist ein richtiger Schutz zum Beispiel vor Marderattacken nicht möglich. Daher sind auch immer weniger der insgesamt 19 Vogelarten im Tiergarten in dem Uraltgehege untergebracht.

Anlage ist nicht mehr zeitgemäß

Aber auch für die Besucher ist die Anlage nicht gerade ein Gewinn. Der Maschendraht ist aus sehr dickem Metall gefertigt und das Betrachten der Tiere in dem Gehege nur schlecht möglich. Das lässt sich heute mit deutlich besseren Materialien lösen, selbst wenn Maschendraht verwendet würde, könnte dieser „durchschaubarer“ sein. Obendrein lautet das Ziel für die neue Anlage, sie nicht nur größer zu gestalten – die neue Fasanerie soll begehbar werden, sodass das Konzept von „Mit dem Tier auf du und du“ noch weiter umgesetzt wird. Eine neue Fasanerie hieße, dass dann die Neugestaltung des Tiergartens einmal komplett umgesetzt ist, in den vergangenen Jahren hatte es schließlich an allen Gehegen Baumaßnahmen kleinerer und größerer Natur gegeben.

Vor 2018 allerdings wird es voraussichtlich nichts mit einer Einweihung einer moderner und offener gestalteten Fasanerie. „Wir müssen in den kommenden Monaten durch genaue Planung zunächst die konkreten Baukosten festlegen“, blickt Manfred Wilde voraus. Die finanziellen Dimensionen der insgesamt 120 000 Euro teuren Bärenanlage sollten aber nicht erreicht werden, so Wilde, die Fasanerie werde deutlich günstiger. Etliche Spendenmittel wird der Förderverein einwerben müssen. Wer das Projekt unterstützen will, der kann sich schon jetzt mit Spenden an den Förderverein oder den Tiergarten wenden.

Im Tiergarten entsteht neuer Spielplatz

Ein weiteres Zoo-Projekt läuft unterdessen bereits an. Es entsteht in den ersten Monaten 2017 ein großer Spielplatz nahe der Bärenanlage. Die Erdarbeiten sind gemacht. „Damit wollen wir vor allem die Aufenthaltsqualität für Kinder noch weiter steigern“, so Julia Gottschlich.

Von Christine Jacob

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