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Delitzsch Fehlende Rettungsgasse: Wiedemarer Wehr schlägt Alarm
Region Delitzsch Fehlende Rettungsgasse: Wiedemarer Wehr schlägt Alarm
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16:32 04.04.2016
Nur eine Vision: Manchmal wünschen sich die Wiedemarer einen Hubschrauber auf dem Vorplatz ihres Gerätehauses, der sie rechtzeitig zum Einsatz bringt. Quelle: Wolfgang Sens (Montage)
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Wiedemar

Wiedemarer Feuerwehrfrauen und -männern reicht es: Wenn sie zu einem Verkehrsunfall auf die Autobahn gerufen werden, passiert es in letzter Zeit deutlich häufiger, dass ihre Anfahrt zum Unfallort verzögert wird, weil Kraftfahrer von der Pflicht, eine Rettungsgasse zu bilden, nichts halten. „Dabei geht es um Sekunden. Stattdessen müssen wir uns mühsam die Vorbeifahrt bei den meist im Stau stehenden Fahrzeugen erzwingen“, berichtet Wiedemars Gemeindewehrleiter Wolfgang Wenzel von eigenen Erfahrungen. Nicht selten setzen sich die Kameraden dabei sogar der Gefahr aus, ein Fahrzeug unbeabsichtigt zu berühren, selbst in einem Unfall verwickelt zu werden. Sie riskieren nicht nur ihre Fahrerlaubnis, sondern können auch die Hilfsfristen nicht mehr einhalten.

Wiedemarer sind für A9 zuständig

Die Wiedemarer Kameraden sind vergleichsweise häufig auf der Autobahn unterwegs. Ihre Gemeinde erstreckt sich über mehrere Kilometer A 9 vom Schkeuditzer Kreuz bis zur anhaltischen Grenze. Immer wieder ereignen sich in diesem Abschnitt zum Teil schwere Verkehrsunfälle. Je später die Helfer am Unglücksglücksort eintreffen, desto größer die Gefahr, dass Verletzte vor Ort sterben. „Jeder lernt in der Fahrschule, dass die Pflicht zum Bilden einer Rettungsgasse für jeden Kraftfahrer besteht“, erinnert Wolfgang Wenzel. Doch viele halten sich nicht daran. „Manchmal wünschen wir uns einen Hubschrauber, um an den vielen Fahrzeugen ungeschoren vorbeizukommen“, sagt der Gemeindewehrleiter. „Träumen kann man ja mal.“

Kameraden unterstützen offenen Brief

Allerdings schaffen die Kameraden jetzt auch Fakten: Die Wiedemarer unterstützen einen offenen Brief des Stadtfeuerwehrverbandes Dresden. Darin wenden sich die Floriansjünger an den Landesfeuerwehrverband Sachsen, die Interessenvertretung aller Mitgliedswehren. Vorgeschlagen wird unter anderem, an den mehrspurigen Autobahnen deutlich öfter als bisher mit Hinweisen an die Rettungsgassen zu erinnern. Die Kameraden sind es leid, sich mit der Unvernunft von Kraftfahrern zu beschäftigen und fordern die Behörden auf, endlich entschiedener gegen Gassen-Verweigerer vorzugehen. Es ist ihrer Auffassung ein Zustand eingetreten, der nicht mehr hinnehmbar ist.

Von Ditmar Wohlgemuth

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