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Delitzsch Fehlender Name eines Kertitzers nachgetragen
Region Delitzsch Fehlender Name eines Kertitzers nachgetragen
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14:00 28.12.2016
Das Gefallenendenkmal in Kertitz, einem Delitzscher Ortsteil. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Delitzsch

Klaus Kowalski aus Delitzsch hatte schon Schlimmes befürchtet, als er kürzlich bei einem Spaziergang durch Kertitz am Gedenkstein für die gefallenen Soldaten der Weltkriege aus Kertitz die Tafel mit den Namen vermisste. Er beschwerte sich umgehend, machte auch seinem Ärger Luft. Vandalen hätten die Tafel herausgerissen, die gerade erst vor einem halben Jahr neu angefertigt worden war.

Namenstafel entfernt, nicht gestohlen

Jetzt stellte sich seine Vermutung aber als nicht zutreffend heraus. Die jetzige Edelstahltafel wurde keineswegs von Metalldieben gestohlen, sondern fachmännisch von Mitarbeitern des Heko Schlüsseldienstes aus Delitzsch entfernt. Der Auftrag sei von der Stadtverwaltung erteilt worden, hieß es auf Nachfrage.

Namensliste nicht vollständig

Grund für die Demontage: Die aufgeführten Namen sollen nicht ganz vollständig gewesen sein. Eine Angehörige eines im Ersten Weltkrieg Gefallenen hatte darauf aufmerksam gemacht und auch um einen Nachtrag gebeten. Daraufhin wurde im Rathaus emsig recherchiert und nach dem fehlenden Namen gesucht. Das Ergebnis fiel positiv aus. Es handelte sich um Friedrich August Hahn. Warum er im Kertitzer Sterbebuch nicht eingetragen war, konnte nicht geklärt werden. Offenbar hatten man den Namen des Gefallenen fälschlicherweise im Delitzscher Register vermerkt.

Fehler korrigiert

Jetzt sei der Fehler aber korrigiert und der fehlende Name auf der Tafel nachgraviert worden. „Dazu musste aber die Tafel abgebaut und eingeschickt werden“, erklärte Heko-Geschäftsführer André Helmholz. Das dauerte ein Weile. Jetzt ist das Denkmal, das an der Schenkenberger Straße/Ecke im Winkel steht, wieder vollständig.

Hoher ideeller Wert

Die neue Platte hat einen hohen ideellen Wert. Für Metalldiebe dürfte der Edelstahl eher wenig wert haben. Zumal die Verankerung im Stein sehr solide erfolgt sei. Der Gedenkstein, ein bearbeiteter Findling auf einem Sockel, dient auch der Erinnerung an die Opfer von Flucht und Vertreibung und deren Familien, die nach 1945 in Kertitz eine neue Heimat gefunden haben.

Von Ditmar Wohlgemuth

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