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Delitzsch Festlich und feierlich: Landkreis, LVZ und Sparkasse ehren das Ehrenamt
Region Delitzsch Festlich und feierlich: Landkreis, LVZ und Sparkasse ehren das Ehrenamt
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22:27 09.04.2017
Die Gratulanten mit den Ehrenamtlern Joachim Koppatz, Sabine Sprechert, Detlef Porzig, Gunter Kneiß, Oliver Kläring und  Reiner Reimann. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Die vier Keramikuhren und die 500 Euro sind für 2017 an drei Männer und eine Frau übergeben. Sabine Sprechert (Kategorie KulturLandschaft) aus Wölkau, Oliver Kläring (Frischer Wind) aus Krostitz, Joachim Koppatz  (Soziales) aus Eilenburg und Detlef Porzig (Sport) aus Taucha heißen die Preisträger, die am Freitagabend im Eilenburger Bürgerhaus für ihr Engagement im Ehrenamt ausgezeichnet wurden. Zudem gab es eine Besonderheit. Mit dem Eilenburger Gunter Kneiß und dem Torgauer Reiner Reimann bekamen zwei verdienstvolle Wehrleiter, die in diesem Jahr in den Ruhestand verabschiedet wurden, den Ehrenamtspreis des Landrates.

Veranstaltungen dieser Art haben immer etwas festliches. Erst recht, wenn das Trio Saviano spielt. Der Saxophonist Frank Nowicky, die Geigerin Kerstin Friese und der Pianist Christoph-Johannes Eichhorn zeigten, wie qualitätsvoll und innovativ das Musizieren mit wenigen Instrumenten geht. Einen feierlichen Rahmen bekommt das Ganze aber auch, wenn die Reden gehalten werden. Thomas Koch, Vorstandsmitglied der Sparkasse Leipzig, machte deutlich, was diesen Abend ausmacht: Auch wenn nur vier ausgezeichnet werden, der Preis müsste an alle gehen, die tagtäglich das wichtigste Gut opfern: Zeit. Die Gesellschaft lebe vom hohen persönlichen Einsatz der Ehrenamtler, von deren unbedingten Willen, sich in die Gemeinschaft einzubringen: „Sie machen sich Gedanken, was noch besser geht, knüpfen Kontakte, erkämpfen Geld“, so Koch. Wohltuende Worte sicherlich für alle, die im Saal saßen. Seit 1999 wird der Mühlenpreis von Sparkasse Leipzig, dem Landkreis Nordsachsen und der Leipziger Volkszeitung verliehen. 73 Geehrte gab es bisher.

Bemerkenswerte Worte fand auch Landrat Kai Emanuel (parteilos), der anerkannte: „Die Ehrenamtler tragen zum Miteinander in unserer manchmal so kalten und unpersönlichen Gesellschaft bei.“ Sie zeichneten sich damit aus, dass sie ihren Mitmenschen Zeit und Zuwendung spenden, der Jugend Orientierung geben. Ein Zitat des Lyrikers Gottfried Keller beschreibe treffend, worum es geht:  „Es ist gesünder, nichts zu hoffen und das Mögliche zu schaffen, als zu schwärmen und nichts zu tun.“  Mit  lockeren Fragen erleichterte die Moderatorin des Abends, LVZ-Regionalverlagsleiterin Kerstin Friedrich, den Vorjahressiegern den Einstieg für deren Laudationen. Ines Großmann, Stefanie Jentzsch, Martin Winkler und in Vertretung für Dirk Lajewski Sozialdezernentin Heike Schmidt begründeten, was die Geehrten auszeichnet. Und die zeigten sich überrascht, als ihr Name aufgerufen wurde. Von „Damit hab ich nicht gerechnet“ (Joachim Koppatz) über „Ich bin baff“ (Sabine Sprechert) bis hin zu „Ich freue mich wahnsinnig“ (Oliver Kläring) reichten die Reaktionen. Eilenburgs katholischem Pfarrer Ulrich Schade war es schließlich  vorbehalten, würdigende Worte für Gunter Kneiß und Reiner Reimann zu finden. Beide hätten die Feuerwehrarbeit als ihre Herzensangelegenheit gelebt.

Kathrin Kabelitz

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