Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Festliche und kritische Geburtstagstöne
Region Delitzsch Festliche und kritische Geburtstagstöne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:44 02.05.2011
Anzeige

. Diese Klänge begleiteten den Festumzug, der am Sonnabend durch die Lange Straße des Schönwölkauer Ortsteiles vom Brinniser Wehrleiter Mike Grunzel, Bürgermeister Volker Tiefensee (CDU) und Gemeindewehrleiter Uwe Försterling angeführt wurde. Doch zu den Festklängen gab es auch kritische Töne bei den Geburtstagsreden. Doch zunächst setzte sich Punkt 12 Uhr der Festumzug in Bewegung. Die Kameraden von sieben Ortswehren aus Schönwölkau, Krostitz und Rackwitz reihten sich ein. Vornweg marschierten die Brinniser Schakale. „Über 50 Prozent der Schakale sind zugleich Feuerwehrleute", verriet der Jubiläumswehrleiter Mike Grunzel, der selbst Schalmeien-Bariton spielt, sich in diesem Fall aber vertreten ließ. Die zweijährige Aliyah Kemmling war angesichts des Umzugs völlig aus dem Häuschen. Mit großen Augen schaute sie und brachte nur immer wieder das Wort „Feuerwehr" hervor. Doch viel zu schnell für sie zog der Tross an ihr und später an dem neuen Feuerwehrgerätehaus zum Sportplatz weiter.

Auf diesem lud Mike Grunzel schon vor der Eröffnung des Feuerwehrwettkampfes zum Besuch des neuen Gerätehauses ein. „Wir sind froh, dass wir nach vielen Jahren der Vertröstung dieses 160 000 Euro teure Gebäude bekommen haben."

Wermut in den Geburtstagsreigen goss dagegen der Schönwölkauer Gemeindewehrleiter Uwe Försterling. „Unsere 123 aktiven Feuerwehrleute sind einfach nur tief enttäuscht", berichtete er, „dass sie bei den Fördermitteln nicht berücksichtigt wurden." Denn abgesehen von dem 2010 bestellten Feuerwehrauto, das in den nächsten Tagen in Hohenroda eintreffen wird, sei der aus der Wendezeit stammende Brinniser B 1000 das jüngste Fahrzeug in der Schönwölkauer Feuerwehrflotte. Die Kriterien der Fördermittelvergabe seien für ihn und die 123 aktiven Kameraden der Schönwölkauer Wehr jedenfalls nicht nachzuvollziehen. Er lobte dafür umso mehr die Einsatzbereitschaft der Kameraden, die diese auch beim Löschwettkampf zeigten. Sieben Wehren traten dabei an. Die Brinniser Wehr, die 24 aktive und acht Alterskameraden zählt und die mit 125 Jahren zugleich die älteste Feuerwehr Schönwölkaus ist, stellte dabei unter Beweis, dass sie dennoch voll leistungsfähig ist. Lediglich den Lindenhaynern musste sie sich beugen, die mit 33.5 Sekunden zwei Sekunden schneller war.en. Die Rackwitzer holten sich den 3. Platz. Bevor es die Pokale des Bürgermeisters Volker Tiefensee gab, zeigten die Rackwitzer und Brinniser Kameraden an einem bereitgestellten Auto, wie sie zwei Personen aus diesem rausschneiden können.

Für viel Gaudi sorgte das Schubkarrenrennen, bei dem ein Alubierfass auf der Schubkarre kutschiert werden musste. Mike Grunzel: „Das haben wir nach zehn Jahren Pause wieder hervorgekramt." Und auch wenn es leicht aussieht, das Fass auf der Schubkarre zu halten, sei das gar nicht so einfach. Der Brinniser Markus Berger nutzte dabei seinen Heimvorteil, gewann aber für die schnellste Zeit kein Fass Bier, sondern eine Stichsäge. Viel Applaus ernteten dagegen die Brinniser Spatzen für ihren Auftritt, den 250 Leute verfolgten. Und dabei traten die Jüngsten auch den Beweis an, dass sie wissen, was es mit dem Tatütata auf sich hat und dass ihre Wehr einen B 1000 fährt.

Ilka Fischer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Delitzsch. Die „Durchfahrtsstrasse" wars. Mit diesem 18 Buchstaben zählenden Wort, mit dem die Altstadthändler zugleich auf die neue Verkehrssituation in dieser Straße aufmerksam machen wollten, ließen sich beim dritten Hexenzauber am Tag vor der Walpurgisnacht in der Delitzscher Breiten Straße tolle Preise absahnen.

01.05.2011

Sie führt vom Jugendhaus Yoz bis zum Bürgerhaus, von der Sachsen- bis zur Securiusstraße – und soll vor allem Fußgänger und Radfahrer auf den Weg gen Innenstadt bringen: die sogenannte Zentrale Achse Süd.

29.04.2011

Die schöne große Muschel, das kleine Seepferdchen, die Lederhandtasche – schnell als Urlaubssouvenir in den Koffer gesteckt. „Das böse Erwachen kommt dann beim Zoll, wenn rauskommt, dass es sich um bedrohte Arten oder Schmuggelware handelt“, weiß Katrin Ernst, Leiterin des Delitzscher Tiergartens.

28.04.2011
Anzeige