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Delitzsch Feuerwehr Delitzsch rettete 30 Menschenleben
Region Delitzsch Feuerwehr Delitzsch rettete 30 Menschenleben
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23:03 27.02.2016
Zu einer Jahreshauptversammlung gehören auch Ehrungen, etliche Kameraden wurden am Freitagabend ausgezeichnet. Quelle: Christine Jacob
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Delitzsch

Es war ein ruhiges Jahr 2015 für die knapp 60 Männer und Frauen der Delitzscher Feuerwehr: „nur“ 236 Einsätze schlagen zu Buche. 2014 waren es noch 311. Das „Minus“ an Einsätzen lasse sich aber auch damit erklären, dass viele Hausbesitzer ihr Eigentum inzwischen besser schützen würden und nicht immer die Feuerwehr rufen müssten, wenn Unwetter über die Region ziehen, betonte Andreas Pradel. Der stellvertretende Wehrleiter übernahm es am Freitagabend zur Jahreshauptversammlung statt des kurzfristig erkrankten Wehrleiters Dieter Franze Bilanz über das vergangene Jahr zu ziehen. „30 Menschenleben konnten wir 2015 retten“, erinnerte Andreas Pradel die Truppe. Bei einem Unfall kam die Hilfe zu spät. In diesem Falle waren die Feuerwehrleute am 9. März zu einem Unfall im Werkstättenweg gerufen worden, der Lkw-Fahrer allerdings war schon tot – die Kameraden hätten nicht mehr helfen können. Auch bei Türöffnungen für Pflegedienste, die Feuerwehren häufiger durchführen, kann ein tragisches Ende nicht ausgeschlossen werden.

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Freitag, der 13. - März 2015: Gefahrguteinsatz im Altenpflegeheim Valere, ein Kanister mit Chemikalien war ausgelaufen.

Unter den 236 Einsätzen im vergangenen Jahr waren 51 Brandeinsätze, darunter Großbrände wie der am 7. Juli im Kalksandsteinwerk in Löbnitz oder auch der Kellerbrand am Abend des 22. November im Delitzscher Norden, nach dem sechs Menschen ins Krankenhaus mussten. Feuerwehr heutzutage aber ist mehr als Feuer löschen: 128 sogenannter Hilfeleistungen von Türöffnungen für den Rettungsdienst über aus Notlagen befreite Tiere, zersägte Bäume nach Unwettern bis hin zu Unfalleinsätzen absolvierten die Kameraden. Es summieren sich noch Gefahrguteinsätze aber auch Fehleinsätze dazu. „Um all diese Einsätze in guter Qualität bewältigen zu können, ist es auch weiterhin nötig, eine intensive Ausbildung durchzuführen“, betonte Pradel. Mit Spannung wird erwartet, wie es läuft, wenn ab 31. März die Leistelle in Leipzig die Einsätze disponiert.

Nachdem 2015 ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) 20 auf den Hof rollte – Ersatz für das im Hochwassereinsatz 2013 verunglückte Fahrzeug – soll in den nächsten vier Jahren die Ersatzbeschaffung der Drehleiter anstehen. Die ist 20 Jahre alt. Die Investition von rund 630 000 Euro ist nur mit Fördermitteln zu stemmen.

Von Christine Jacob

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