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Feuerwehr übt in Döbernitzer Kindereinrichtung

Feuerwehr übt in Döbernitzer Kindereinrichtung


Döbernitz. Dramatik am Donnerstagabend in der Kindertagesstätte Landmäuse in Döbernitz. Ein Großaufgebot der Feuerwehr aus Delitzsch und Zschepen fuhr vor, um einen vermeintlichen Brand im Hauses zu löschen.

. Alle Kinder hätten bereits das Gebäude verlassen, hieß es, doch beim Durchzählen fehlten plötzlich drei Jungen. So hieß die Ausgangslage, die die Kameraden beim Eintreffen vor Ort erfuhren. Auch wenn es sich diesmal um eine Übung handelte, in den Handlungen der Feuerwehrleute war das nicht zu erkennen. Routine- und lehrbuchmäßig sowie mit der gebotenen Ernsthaftigkeit gingen die Trupps vor, sicherten sich gegenseitig, begannen mit der Brandbekämpfung. „Im Elektroraum hat sich das Feuer entwickelt", berichtete Kita-Leiterin Ilka Gebhardt dem Einsatzleiter Andreas Pradel. Der gab daraufhin die entsprechenden Kommandos an seine Leute, die die Alarmierung kurz nach Feierabend traf. „16.30 Uhr ist immer eine kritische Zeit." Zumeist sei es schwer, dann die erforderlichen Leute zusammenzubekommen. „Ich bin beeindruckt, was hier aufgefahren wird", sagte die Kita-Chefin. „Einen Ernstfall möchte ich hier nicht erleben." Regelmäßig, mindestens alle zwei Jahre, wird aber mit den Kindern und Erzieherinnen der Einrichtung, die in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Delitzsch, ist, genau das geübt. Bis zu 100 Kinder müssen bei einem Brand dann möglichst schnell den Sammelpunkt erreichen. Im Inneren des Hauses ging indes die Suche nach den Vermissten weiter. Raum für Raum, teils im völligen Dunkel, wurde von den Kameraden mit der schweren Atemschutzaussrüstung auf dem Rücken durchkämmt. Später kam noch die Wärmebildkamera zum Einsatz. Es vergingen nach der Alarmierung gerademal 19 Minuten, bis die drei Kinder, eines hatte sich im Garten versteckt, gefunden wurden. Mitglieder der Zschepener Jugendfeuerwehr spielten dabei die „Opfer". Damit Eltern „nicht in Panik ausbrechen", wenn sie vor dem Tor stehen, um ihre Kinder abzuholen, wurden sie vorab von der Kita-Leiterin informiert. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ablauf", schätzte später Pradel ein, zumal die meisten Kameraden die Örtlichkeiten bis dahin nicht kannten.

Ditmar Wohlgemuth

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