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Delitzsch Feuerwehren trainieren im Delitzscher Ortsteil Laue für den Ernstfall
Region Delitzsch Feuerwehren trainieren im Delitzscher Ortsteil Laue für den Ernstfall
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21:38 29.12.2016
Eine Feuerwehrfrau aus Laue kümmert sich um eine „Verletzte“, gespielt von einer Statistin bei der Übung. Quelle: Christine Jacob
LAUE

Aufregung im kleinsten Delitzscher Ortsteil Laue: Rauch kommt aus einer Scheune, es soll brennen und Personen werden vermisst. 9.17 Uhr geht die Sirene, es werden zudem die Feuerwehren Selben/Zschepen und die Kameraden aus den Ortsteilen Spröda und Poßdorf alarmiert. Am Ende stehen Dutzende Kameraden auf dem Gutsplatz in Laue und absolvieren eine Übung größer als das Dorf. Genau ein Jahr nachdem die Feuerwehr Laue nach Jahren des ziemlichen Brachliegens Ende 2015 wieder aktiv mit Übungen ins Geschehen echter Feuerwehren einstieg, stand am Donnerstag die nächste große an. Und sie zeigte: Zeit überbrücken geht gut, für ganz große Gefechte sind andere da – so realistisch muss man sein und so kann es auch laufen.

Auch Jörg Kiesewetter (rechts) gehört zur Feuerwehr in Laue. Quelle: Christine Jacob

Die Kameraden in Laue arbeiten mit einer in die Jahre gekommenen Tragkraftspritze und einem Auto, in dem die Mannschaft transportiert wird und die Schläuche mit dem Hänger hinterher gezogen werden. Fakt aber ist: Andere, deutlich besser ausgestattete und seit Jahren aktivere Feuerwehren sind nicht weit weg und können den Ortsteil zeitnah erreichen. 9.17, als die Sirene geht, stehen die Kameraden aus Laue in Kenntnis der nahenden Übung schon im Gerätehaus. Den letzten Brandeinsatz hatten sie im Jahre 2010 beim Kreiswerkebrand und ansonsten kaum Ernstfälle. Elf Aktive zählt die Wehr inzwischen wieder. Unter ihnen ist auch der CDU-Landtagsabgeordneter Jörg Kiesewetter, der erst vor Kurzem sein Training im Tragen von Atemschutz reaktiviert hat, um in seinem Ortsteil wieder aktiv ins Geschehen eingreifen zu können. Die Wasserversorgung wird aufgebaut, die Schläuche müssen über etliche Meter verlegt werden – mit Atemschutz hat sich noch keiner der Kameraden aus Laue ausgerüstet. 9.30 Uhr kommt die Feuerwehr Selben/Zschepen mit ihrem erst vor wenigen Wochen in Dienst gestellten neuen Löschfahrzeug (LF) aus einem acht Kilometer entfernten Gerätehaus an.

Szenario endet gut

Die Lage wird schnell erkundet, das Wasser kommt aus dem Löschfahrzeug und kann dank der Vorbereitungen der Feuerwehr Laue in wenigen Sekunden zum Einsatz gebracht werden. Die im Szenario vier vermissten Jugendlichen werden gerettet, die sehr gute Betreuung übernehmen vor allem die Kameraden aus Laue. Über Minuten gelingt es zum Beispiel einer Feuerwehrfrau, ein geschocktes Mädchen in Ruhe zu halten – ganz einfach, indem die Teenagerin in ein Gespräch über Nagellack verwickelt wird. Die Übung zeigt: Im Zusammenspiel läuft es und nur so kann Laue seinen Brandschutz sicherstellen, in Zeiten geringerer Tageseinsatzbereitschaft muss es genauso laufen.

Von Christine Jacob

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