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Delitzsch Feuerwehrübung in Schule
Region Delitzsch Feuerwehrübung in Schule
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15:35 19.04.2010
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„Es ist das erste Mal, dass wir so etwas in dieser Größenordnung durchführen“, sagt Schulleiterin Rosina Menzel. Sie zieht den griffbereit stehenden roten Aktenordner mit der Aufschrift Brandschutz aus dem Regal. In ihm sind auch der Flucht- und Rettungsplan, Checkliste, Dokumente über installierte Leitungen und Überprüfungsnachweise enthalten. Bei Bedarf wird die Dokumentenmappe der Feuerwehr zur Verfügung gestellt, berichtet die Schulleiterin vor Übungsbeginn. Kurz nach 10 Uhr drückt sie dann den Alarmknopf, der sich in einem kleinen Kasten im Sekretariat befindet. Ein lauter schriller Ton durchfährt das ganze Schulgebäude. Ein Signal, das nur bei Feueralarm ausgelöst wird, hatte Rosina Menzel vorher erklärt. Und es wirkt wie elektrisierend. Sofort verlassen Schüler und Lehrer die Klassenräume und sammeln sich auf dem Hof. Alle drei Eingänge der Treppenhäuser sind gleichzeitig Fluchtwege und die Türen lassen sich von innen öffnen.  

Nur drei Leute wissen gestern in der Artur-Becker-Mittelschule in Delitzsch etwas von der bevorstehenden Feuerwehrübung. Der Ernstfall soll so wirklichkeitsnah wie möglich geprobt werden. „Es ist das erste Mal, dass wir so etwas in dieser Größenordnung durchführen“, sagt Schulleiterin Rosina Menzel.

  438 Mädchen und Jungen gehen zurzeit in die Schule. Nur wenige fehlen am gestrigen Montag. Und während die Kameraden der Delitzscher Feuerwehr schon mit Führungsfahrzeug, Löschfahrzeug und Drehleiter angerückt sind und ihr Einsatz beginnt, nimmt die Schulleiterin auf dem Hof von den Lehrern die Meldungen über die evakuierten Schüler entgegen. Fünf Feuerwehrmänner haben Atemschutzgeräte angelegt. Auf der anderen Seite des Hofes fährt inzwischen Maschinist Harry Janischewski die Drehleiter aus, deren Korb sich mit Thomas Körner und Thomas Schulz bis in die dritte Etage hochschiebt. Dort bergen die beiden aus dem Chemieraum die Schülerin Tracy Steffen aus der 10b, die nur wenige Minuten später in dem Drehleiterkorb auf sicherem Boden landet. Aus einem anderen Eingang wird bereits Tom Marder, gleichfalls Schüler der 10b, getragen. Die Durchsuchung nach den vermissten Personen war erfolgreich, die Schüler wurden schnell gefunden und geborgen. Rosina Menzel konstatiert an dieser Stelle zur Evakuierung der Schüler und Lehrer schon mal: „Es ist alles sehr ruhig und gesittet abgelaufen. Binnen vier Minuten haben sich alle Lehrer bei mir gemeldet.“ Minuspunkte bringen lediglich die nicht geschlossenen Fenster in vier Räumen und nicht eingeklinkte Türen. Aber da müsse erst einmal geklärt werden, ob die Räume überhaupt belegt waren. „Türen waren teilweise in der zweiten und dritten Etage offen. Doch bis auf solch kleinere Mängel ist alles gut gelaufen“, schätzt auch Einsatzleiter Friedrich ein, als das Ganze vorbei ist. Er hebt hervor: „Einmal im Jahr sollte jede Schule eine Übung durchführen.“ „Eine Überraschung war das schon. So etwas gibt es ja nicht jeden Tag“, sagt Marcel Ihbe aus der 10 b zu der Feuerwehrübung an seiner Schule. Er hatte gerade mit seinen Klassenkameraden Team-Unterricht, als es langanhaltend klingelte. Nur ein bis zwei Minuten hätten sie gebraucht, um nach dem Feueralarmsignal aus der ersten Etage auf dem Hof zu sein.

Lutz Schmidt

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