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Feuriges Begängnis

Feuriges Begängnis

Dämmrig war's und ziemlich kalt beim österlichen Fackelumzug durch die Delitzscher Altstadt. Nein, nicht in diesem Jahr, sondern im Jahr zuvor. Da war Ostern schon Ende März, lag gefühlt noch mitten im Winter und die Fackeln brannten noch vor der Zeitumstellung.

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Mit Kind und Kegel, angeführt von den Delitzscher Landsknechten, spaziert der Umzugstross in Richtung Festplatz, wo traditionell das Osterfeuer entzündet wird.

Quelle: Alexander Bley

Delitzsch. Wie sehr sich solch eine Veranstaltung doch wandeln kann - das sorgte am Donnerstagabend vielerorts für Gesprächsstoff. Schließlich hat das illuminierte Begängnis für zahlreiche Familien schon Tradition. Mit Kind und Kegel trifft man sich auf dem Markt für eine stimmungsvoll befeuerte Fußreise zum Festplatz.

Als Veranstalter und Unterstützer mit dabei: Das Deutsche Rote Kreuz, die Freiwillige Feuerwehr und die Delitzscher Landsknechte. Für den militärhistorisch aktiven Verein war die Begleitung des Fackelumzuges der zweite große Auftritt in diesem Jahr nach der Nacht der Türme. Bekanntermaßen hat die Führung gewechselt, ist nun Cornelia Kirsten die Vereinsvorsitzende. Die darstellerischen Dienst- aufgaben des langjährigen Obristen Frank Schade hat Michael Seebach im Dienstgrad eines Leutnants übernommen. Mit geübtem Kommando führte er ein gutes Dutzend Musketiere, Wachtmeister und Marketenderinnen sowie mehr als Hundert zivile Passanten zum Festplatz am Rosental, wo ein Osterfeuer entzündet wurde. Dann übernahm das DRK: Mitglieder des Einsatzzuges Bevölkerungsschutz verteilten Steak und Bratwurst, die Wasserwacht steuerte Feuchtes mit und ohne Alkohol bei.

Und wer, angesteckt von den Landsknechten, Lust aufs Schießen bekommen hat, kann noch bis 27. April Ziele ins Visier nehmen: Der Rummel auf dem Festplatz bietet bis dahin täglich ab 14 Uhr Schießbuden mit Bällen, Pfeilen und Gewehren, zudem diverse Karussells, Losbuden und Gastro-Stände.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.04.2014
Kay Würker

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