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Finale für den Pendel-Pfarrer

Finale für den Pendel-Pfarrer

Diesmal scheint es wirklich zu werden: "Im Frühjahr wird es bauseitig fertig. Definitiv. Im Frühsommer wird eingezogen", sagt Daniel Senf über das Pfarrhaus Zschortau.

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Quelle: Pfarrer Senf

ZSCHORTAU. Ein Haus, das dann mehr als ein kirchliches Gemeindezentrum sein soll. In der Zschortauer Pfarrgasse entsteht ein multifunktionaler Bau, der ein Treff- und Mittelpunkt für die Gemeinde Rackwitz werden soll. Schöner Nebeneffekt: Der Pendelpfarrer hätte dann nach drei Jahren auch ein Heim im Kirchspiel. Das Pfarrhaus soll nicht nur für die Gemeinde an Bedeutung gewinnen, sondern für die Kommune.

Von Kletzen bis Wolteritz reicht das Kirchspiel Zschortau. Seit Frühjahr 2012, wo er Ostern seinen Entsendegottesdienst feiern durfte, ist Daniel Senf dafür zuständig. Mit 38 Jahren hat er diese Stelle im Entsendedienst, also der Probezeit für Pfarrer, angetreten. Jetzt, mit 41, endet die Zeit als Pfarrer ohne Pfarrhaus. Erlebt hat er vor allem irdischen Bauverzug: fertig werden sollte das Pfarrhaus ursprünglich schon 2012, dann Ende 2013. Bis jetzt ist das Ausweichquartier in der Neuen Straße Alltag im Kirchspiel. Dort findet die Gemeindearbeit statt. Ansonsten bleibt der Pfarrer über Mail, Telefon, Handy, Internet ständig erreichbar und präsent.

"Das Gebäude wurde komplett entkernt und drinnen neu augebaut", schildert Senf. Damit sei schon klar, dass vollmundige Ankündigungen nie gehalten werden konnten. "Effektiv haben wir 18 Monate gebaut." Dach und Fassade des um 1600 erbauten Pfarrhauses sind vor gut einem Jahrzehnt schon einmal modernisiert worden, aber drinnen passierte nicht viel. Holz, Lehm, Stroh, aber sogar Stahlbeton aus Zeiten einer früheren Sanierung irgendwann im vorigen Jahrhundert steckten im Kern. Zahlreiche Baugutachten, statische Berechnungen und die Expeditionen zahlreicher Experten waren nötig, bis zu einem verspäteten Baustart im Frühjahr 2013. "Mit jedem Abschnitt trat ein neues Problem zutage", erinnert sich der Pfarrer, "allein das Thema Statik war ein Kapitel für sich." Dennoch blieben die Kosten mit 519 000 Euro im veranschlagten Rahmen.

Drinnen ist nicht mehr viel wie es mal war. "Wir haben komplett neue Installationen vorgenommen, vom Wasser bis zur Elektrik", betont der Pfarrer. Das Haus will er - auch im Hinblick auf die nicht geringe Investition - längst nicht nur als Wohnobjekt für einen Pfarrer oder Treffpunkt für Mitglieder des nur rund 700 Mitglieder umfassenden Kirchspiels Zschortau verstehen. Das ganze Dorf solle teilhaben können. "Die Infrastruktur gibt viel her, oben muss nicht unbedingt ein Pfarrer wohnen, da könnte auch eines Tages ein Büro sein", so Senf, der auf überregionale Ausstrahlungskraft hofft. Dabei gehe es auch um Nachhaltigkeit bei der Nutzung. Das Pfarrhaus soll als Zentrum verstanden werden: "Familienfeiern und kulturelle Veranstaltungen sind hier möglich, das ländliche Leben kann sich hier ausbreiten", wirbt der 41-Jährige. Mit der Grundschule gegenüber wird bereits intensive Zusammenarbeit gepflegt. Auch Vereine sollen das Haus nutzen können, weshalb großer Wert auf die technische Infrastruktur mit Beamern und diversen Anschlüssen zum Beispiel für Computer in den Räumen gelegt wurde. "Das Haus ist an Bahnlinie und Bundesstraße bestens angebunden, das sollte nicht nur für die Kirche und ihre Mitglieder von Vorteil sein", findet der Pfarrer.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.02.2015
CHRISTINE JACOB

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