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Delitzsch Fischer fischen frische Fische
Region Delitzsch Fischer fischen frische Fische
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09:32 27.10.2014
Der Schadebach wird leer gemacht: Die Fangnetze sind gut mit zappelnden Karpfen und anderen Fischen gefüllt. Quelle: Thomas Jentzsch
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Lindenhayn

Längst hatten diese im Morgengrauen die riesigen Zugnetze ausgelegt, um sie später mit enormen Krafteinsatz an den Kanaltunnel heranzuziehen. Hatten Karpfen, Schleie und Welse den Weg durch den Tunnel passiert, wurden sie mittels riesiger Kescher aus dem Kanal gefischt und über einen Sortiertisch in die großen Bottiche verfrachtet, in Becken eingelagert und den Kunden fangfrisch präsentiert.

Lindenhayn. Die Prozedur der Fisch-ernte zog am Wochenende wieder Tausende Besucher an den Schadebachteich. Schon vormittags waren Schaulustige vor Ort und schauten den Fischern über die Schultern. Längst hatten diese im Morgengrauen die riesigen Zugnetze ausgelegt, um sie später mit enormen Krafteinsatz an den Kanaltunnel heranzuziehen.

Mittendrin stand natürlich Hubert Hentsch und packt genauso mit an, wie in den Jahren zuvor. Als alter Chef lässt er das Fischen nicht. Natürlich ist ihm auch an diesem Tag ein dicker Fisch ins Netz gegangen. "Einen sieben Kilogramm schweren Karpfen hatten wir heute dabei. Die Alten sind am kernigsten. In der Regel sind die Prachtexemplare aber zwei bis drei Kilogramm schwer", lachte der Fischer, der sein Unternehmen in diesem Jahr an Marcel Reinhardt übergeben hatte. Der neue Chef war selbstverständlich ebenfalls vor Ort. Diesmal jedoch überall und nirgends, denn nun liefen alle Fäden bei ihm zusammen. "Ich hoffe, dass es eine tolle Ernte wird, wie gut oder schlecht der Ertrag ist, lässt sich im Moment nicht genau sagen. Es muss abgewartet werden, wie der Folgetag ausfällt", resümierte Reinhardt. Er konnte zufrieden sein mit dem Fischerfestes. Das Wetter passte zur hohen Besucherzahl und an den Hütten rissen die Schlangen lange nicht ab. Die Renner waren beispielsweise Fischsuppe, Fischburger, Bratforellen und Flammlachs. "Jedes Jahr ist Herkommen Pflicht, einmal wegen der Fischsuppe und um beim Abfischen zuzusehen. Das Essen ist lecker während das Drumherum jedes Jahr mehr wird", bemerkten Wolfgang und Karin Spieß aus Schönwölkau. Ebenso zufrieden trug Marcel Kolaschinski einen Achtpfünder im Beutel nach Hause. "Heute haben wir unser Weihnachtsessen gekauft", erzählte der junge Mann und fügt hinzu: "Das Rezept überlasse ich meinen Eltern, bei der Zubereitung werde ich aber helfen."

Nicht nur die Fischspezialitäten und der Frischfischverkauf, auch der große Bauernmarkt war an beiden Tagen ein Muss an der B 2 zwischen Lindenhayn und Wellaune.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.10.2014

Anke Herold

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