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Delitzsch Fliegerklub will in Roitzschjora investieren
Region Delitzsch Fliegerklub will in Roitzschjora investieren
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13:54 29.09.2016
Der Flugplatz Roitzschjora aus der Vogelperspektive. Quelle: Julia Wick
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Roitzschjora

Es war ein langer Prozess, die Problemlage teils schwierig. Jetzt scheint das Vorhaben jedoch auf einem guten Weg zu sein. Der Löbnitzer Gemeinderat beschloss die Billigung und die Offenlegung des Entwurfs des vorzeitigen Bebauungsplanes Nummer 13. Dabei handelt sich im Kern um das luftfahrtbezogene Sondergebiet Verkehrslandeplatz Roitzschjora. Es geht konkret um 23 Hektar Land, auf dem sich die Start- und Landebahn befindet, auf dem aber auch schon einige Gebäude einschließlich des Towers errichtet wurden.

B-Plan schafft Baurecht

Weil weitere Baumaßnahmen im sogenannten Außenbereich geplant sind, Genehmigungen ohne Bebauungsplan nach Ansicht der zuständigen Baubehörde im Landratsamt Nordsachsen aber kaum eine Chance haben, musste eine Festlegung getroffen werden, wie welche Grundstücke bebaut werden können. Ein Bebauungsplan schafft das benötigte Baurecht. „Für die bereits vorhandenen Gebäude liegen jeweils einzelne Baugenehmigungen vor. Da der Fliegerklub aber weitere konkrete Bauvorhaben beabsichtigt, war das Verfahren notwendig“, erläuterte Christine Schiemann vom gleichnamigen Planungsbüro in Sausedlitz, zugleich SPD-Gemeinderätin.

Fliegerklub fehlt Nachwuchs

Nach Ansicht von Gerold Weber, Vorsitzender des Fliegerklubs Roitzschjora, sei dringender Handlungsbedarf mehr denn je geboten. „Es fehlt an Nachwuchs, der Luftsport betreiben will“, offenbarte er den Gemeinderäten. Um auf lange Sicht den Flugplatz unterhalten, überhaupt betreiben zu können, bedürfe es dringender infrastruktureller Baumaßnahmen. „Unser Hobby wird zunehmend familienbezogener, momentan sind bereits drei Generationen auf dem Platz. Dafür wird eine gewisse Infrastruktur benötigt und auch gefordert“, so Weber. Mittlerweile sei dies auch eine Frage der Existenz. Um im Wettbewerb mit anderen Plätzen mithalten zu können, seien Baumaßnahmen zwingend notwendig. „Wir dürfen im Vergleich mit anderen Plätzen nicht zurückfallen“, so der Vorsitzende.

Vor 80 Jahren war der Flugplatz entstanden und zeichnet sich heute unter anderem dadurch aus, dass er deutschlandweit einer von drei Flugplätzen mit einer unbefestigten Start- und Landebahn mit Befeuerung ist. Dies habe auch mit der Attraktivität und der Anziehungskraft des Platzes zu tun. „Wir bekommen keinerlei finanzielle Unterstützung“, sagte Weber. Für alles, was abseits des Dorfes entsteht, komme der Fliegerklub oder die anderen ansässigen Vereine selbst auf.

Behörde verlangt Lärmgutachten

Die Frage von Michael Friedrich (Die Linke), ob sich mit dem Baugeschehen auch ein erhöhter Flugbetrieb ergebe, verneinte Weber. Im Planungsprozess musste ein Lärmgutachten erarbeitet werden, ergänzte Christine Schiemann. Auch deshalb habe sich das Verfahren in die Länge gezogen.

Von Ditmar Wohlgemuth

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