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Delitzsch Flugplatz Roitzschjora bekommt B-Plan
Region Delitzsch Flugplatz Roitzschjora bekommt B-Plan
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00:35 19.05.2018
Dunkle Wolken verhindern den Start vom Flugplatz Roitzschjora. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
Roitzschjora

. Der Verkehrslandeplatz Roitzschjora im gleichnamigen Löbnitzer Ortsteil bekommt einen Bebauungsplan. Er soll das künftige Baugeschehen auf dem rund 22 Hektar großem Gelände regeln. In der vergangenen Gemeinderatssitzung in Löbnitz ging es bereits um den Abwägungsbeschluss. Die Bürgerbeteiligung und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange ist damit abgeschlossen. Alle Einwände, Hinweise, Anregungen und Bedenken seien geprüft worden, stellte der Löbnitzer Bürgermeister Axel Wohlschläger (CDU) dar. Ob sie berücksichtigt werden konnten, darüber werden die Bürger und die Träger öffentlicher Belange schriftlich informiert.

Baubehörde stellt sich quer

Die Idee und das Vorhaben, einen B-Plan für das Gelände des Flugplatzes zu erarbeiten, gab es bereits seit 2013. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Landratsamt als zuständige Baubehörde angekündigt, weitere Bauvorhaben auf dem Gelände nicht mehr genehmigen zu können. Zuvor hatte der Fliegerklub seinerseits angekündigt, den Vereinssitz im Altgebäude erweitern zu wollen.

Mit dem jetzt zu erstellenden B-Plan würden alle bereits errichteten Bauten auf den Platz „quasi legalisiert“, wie es Bürgermeister Wohlschläger auf den Punkt brachte. Das hieße aber keinesfalls, dass alle errichteten Bauten und Anlagen im Umkehrschluss damit illegal errichtet worden seien. „Grundlage damals war das Luftfahrtsrecht, weil es sich um Betriebsflächen handelte“, erklärte der Bürgermeister.

Neue regeln für Neubauten

Mit den B-Plan würden sie entsprechend dem Baurecht nachträglich genehmigt. Alle jetzt folgenden Bauten unterlägen dann den selben Forderungen. Wie die beauftragte Planerin Christine Schiemann aus Sausedlitz den Abgeordneten mitteilte, würde der B-Plan dann konkrete Regeln für weitere Bauten festlegen. Das Baufeld würde zwar dadurch auch eingeschränkt, aber keineswegs den künftigen Flugbetrieb in Frage stellen. Auch die angemessene Erweiterung des Vereinsgebäudes könne damit gesichert werden. In der Erarbeitung des B-Planes mussten zwei Teilbereiche betrachtet werden, hieß es von der Planerin. Sie würden von dem jetzigen Abschnitt getrennt, auf dem die Bandanlage steht. Dort gebe es bereits ein bergrechtliches Verfahren. Zwei Verfahren auf ein und der selben Fläche seien nicht zulässig.

Problematische Munitionssuche

Problematisch erweist sich derzeit, dass Munitionsverdachtsflächen von den Behörden ausgewiesen wurden. Dabei handle es sich um etwa 3000 Untersuchungsfelder, die kleinteilig abgesucht werden müssten. „Wir sind uns nahezu sicher, dass wir dort keine Munition zu erwarten haben“, bemerkte Axel Wohlschläger. Dennoch müssten die Untersuchungen durchgeführt werden. Zuständig sei die Kommune.

Von Ditmar Wohlgemuth

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