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Förderverein bringt Leben in das Sprödaer Gotteshaus

Bürgerengagement Förderverein bringt Leben in das Sprödaer Gotteshaus

Im März 2015 hoben einige Enthusiasten den Förderverein zur Erhaltung der Kirche in Spröda aus der Taufe. „Was unsere Mitglieder jedoch bisher alles auf die Beine gestellt haben, das ist einfach großartig“, blickt Schriftführerin Elke Gründling stolz auf das vergangenen Dreivierteljahr zurück. Und das Schöne sei, das ihnen das niemand zugetraut habe.

Weithin sichtbar überragt die Kirche den kleinen Ort Spröda.
 

Quelle: Thomas Steingen

Spröda.  Im März 2015 hoben einige Enthusiasten den Förderverein zur Erhaltung der Kirche in Spröda aus der Taufe. „Was wir jedoch bisher alles auf die Beine gestellt haben, das ist einfach großartig“, blickt Schriftführerin Elke Gründling stolz auf das vergangenen Dreivierteljahr zurück. Und das Schöne sei, das ihnen das niemand so recht zugetraut habe.

Viel Aufwand haben die Vereinsmitglieder betrieben, um den Verein im Ort vorzustellen und sein Anliegen bekannt zu machen. Es wurden Flyer verteilt, persönliche Gespräche geführt und auch der Kontakt zu ehemaligen Sprödaern gesucht. „Nicht immer hörten wir dabei nur schöne Worte“, erzählt Regina Essig. „Und wir freuen uns, dass dennoch so viele mitgezogen haben. Deshalb gilt allen, die uns unterstützt und die für die Erhaltung der Kirche gespendet haben, ein großes Dankeschön“, resümiert Vereinsvorsitzende Andrea Mieth. Vier Höhepunkte organisierte der Verein im zweiten Halbjahr: den Tag des offenen Denkmals im September, das Erntedankfest am 11. Oktober, die Kirmes am 31. Oktober und am 1. Advent ein Konzert mit den Sankt-Michaelis-Bläsern aus Lissa. Jedes Mal war die Kirche beziehungsweise das Feuerwehrzentrum, das in die Veranstaltungen eingebunden wurde, voll.

Peter Kröher hat für den Förderverein am heimischen Computer einen Fotokalender gestaltet.

Peter Kröher hat für den Förderverein am heimischen Computer einen Fotokalender gestaltet.

Quelle: Thomas Steingen

Für den Tag des offenen Denkmals hatte der Verein einen Fotowettbewerb initiiert. Die Bilder wurden in der Kirche ausgestellt und die zwölf besten für einen Kalender ausgewählt, den der Verein verkaufte. Gestaltet hat den Kalender Peter Kröher am Computer. Auf großes Interesse stieß der Vortrag von Manfred Wilde zur Geschichte der Kirche, womit er auch bei den Vereinsmitgliedern das Interesse weckte, sich eingehender mit der Historie dieses Gotteshauses zu beschäftigen. Für das Erntedankfest wurde eine Erntekrone gebunden und ein musikalisches Kinderprogramm aufgeführt. Ingrid Gruschka hatte dieses mit zwölf Kindern aus Spröda/Poßdorf einstudiert. Alle Veranstaltungen schlossen mit einem gemütlichen Beisammensein ab.

Mit seinen Aktivitäten hat es der Verein in kurzer Zeit geschafft, die Kirche und deren Erhalt stärker ins Bewusstsein der Menschen in Spröda zu rücken. „Besonders freuen wir uns, dass auch viele Nichtchristen und vor allem junge Familien zu den Veranstaltungen gekommen sind und uns unterstützen“, sagt die Vereinschefin. Den Verein zeichnet aus, dass Bürger aus unterschiedlichen Gründen heraus zusammenarbeiten, um die Kirche als Gotteshaus für die Christen, als ein Haus der Kultur und Symbol der Heimat für die Einwohner der Nachwelt zu erhalten. Vereinsmitglied Brigitte Petters schildert es so: „Vorher war ich nie in der Kirche. Jetzt wische und putze ich sie.“

An das Erreichte will der Verein 2016 anknüpfen. „Aber auch baulich muss etwas sichtbar werden“, beschreibt Peter Kröher das Ziel. Dabei werden die in der LVZ-Sparkassen-Aktion „Angestupst“ erhaltenen 3000 Euro helfen, mit denen neue Fenster im Kirchturm eingebaut werden sollen.

Von Thomas Steingen

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