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Fragwürdige Zeugenaussagen im Delitzscher Schläger-Prozess

Landgericht Leipzig Fragwürdige Zeugenaussagen im Delitzscher Schläger-Prozess

Hat es – vermutlich ungewollt – Zeugen-Beeinflussung nach der Schlägerei im März 2012 gegeben? Unter anderem diese Frage steht seit Freitag am Landgericht Leipzig im Raum. Es war der zweite Verhandlungstag zu dem der rechten Szene zugeordneten Überfall nach einem Konzert im Jugendhaus Yoz.

Wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung sind sechs Männer im Alter von 26 bis 40 Jahren aus Delitzsch und Umgebung vorm Leipziger Landgericht angeklagt.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Delitzsch/Leipzig. Wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung sind sechs Männer im Alter von 26 bis 40 Jahren aus Delitzsch und Umgebung angeklagt. Am Freitag wurde in der Befragung dreier Zeugen deutlich, dass die Angegriffenen im Nachhinein über das Internet Bilder in Frage kommender Täter suchten und austauschten.

Immer und immer wieder musste zunächst die Ex-Freundin von Konzert-Mitveranstalter Toni M., dem damals offenbar der Angriff galt, dem Richter erklären, wann und wie sie zu Kenntnissen über die Männer kam, die heute auf der Anklagebank sitzen. Nicht immer konnte sie, nachdem die Tat nun mehr als drei Jahre zurückliegt, definitiv sagen, ob sie die benannten Männer tatsächlich in den Morgenstunden des

18. März 2012 schon kannte oder sie ihr erst später durch Recherchen der damals angegriffenen Gruppe bekannt wurden. Fast zwei Stunden dauerte ihre Vernehmung vor Gericht. Einen der Männer, das machte die junge Frau deutlich, hatte sie an dem Morgen definitiv mit Namen ansprechen können. Sie erkannte auch den, der ihnen auf dem Heimweg zuerst begegnete und dann vermutlich weitere Männer herantelefoniert habe, bevor es zur Attacke kam. Sie selbst bekam einen Schlag an die Schläfe. Folgeschäden habe sie im Gegensatz zu Petr D., der nun auf einem Auge fast blind ist, nicht davon getragen. Der heute 30-jährige Toni M. konnte entkommen. Gestern wurde auch er intensiv vernommen. An Rufe wie „Toni, wir machen dich tot“ erinnerte er sich deutlich. Alles sei sehr schnell gegangen. Im Nachhinein habe man dann über Facebook gefragt, wer etwas wissen könne und Hinweise habe. Daraufhin seien Bilder „zugeschustert“ worden.

Der Prozess wird am Montag mit Vernehmung weiterer Opfer fortgesetzt.

cj

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