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Delitzsch Frank Laß produziert Naturseifen in Sausedlitz
Region Delitzsch Frank Laß produziert Naturseifen in Sausedlitz
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00:36 11.05.2018
Frank Laß stellt Sausedlitzer Naturseifen her und verkauft sie in seinem Lädchen im Löbnitzer Ortsteil. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
Sausedlitz

Wer den Verkaufsraum in Sausedlitz in der Hauptstraße 15 betritt, hat nicht nur das eindringliche Gefühl, dass es betörend sauber riecht, sondern dass die Düfte den Besucher auch zugleich in den Bann ziehen und ihn kaum wieder loslassen wollen. Frank Laß bietet in einem einladenden Ambiente Sausedlitzer Naturseifen an. „Alles reine Handarbeit“, betont der 61-Jährige und führt die Gäste gern durch den Raum mit den unterschiedlichsten, fein verpackten Produkten. Dabei verweist der Seifenmacher stets darauf, dass nur reine Naturrohstoffe verwendet werden und die Rezepturen allesamt eigene Kreationen sind.

36 verschiedene Seifen

Das Hobby des Seifenmachens kam Frank Laß wieder in den Sinn, als er nach einem Schlaganfall seinen Beruf als Manager eines großen niederländischen Konzerns nicht mehr vollends ausüben konnte. „Zuhause sitzen und nichts machen, wollte ich auch nicht“, sagte er und fing quasi in der eigenen Wohnung, konkret in der Küche, mit der Seifenherstellung an. Derzeit hat er 36 verschiedene Seifen im Angebot. Nicht alle sind immer vorrätig, sondern werden je nach Jahreszeit produziert.

Hochwertiges Produkt braucht Zeit

„Das Grundprinzip bei der Seifenherstellung besteht darin, dass Fette und Öle mit Hilfe von Natronlauge zu Seife und Glycerin verseift werden“, erzählt Frank Laß. Er selbst wendet das Kaltverfahren an. Allerdings dauert es damit seine Zeit, etwa sechs Wochen, ehe die Seife tatsächlich auch fertig ist. „Entstanden ist dann aber auch ein hochwertiges Produkt“, betonte der Sausedlitzer. Bei der Produktion greift er gern auf die Hilfe seiner Familie zurück. Mit dem Umzug im März dieses Jahres stehen ihm nun ein Verkaufsraum und mit angrenzender Werkstatt zur Verfügung. Die Bedingungen hätten sich deutlich verbessert.

Lavendel-Felder beeindrucken

Wenn Besuchern beim Rundgang der Lavendelduft in die Nase steigt, beginnt Frank Laß gleichsam über diese für ihn besondere Pflanze zu schwärmen. Gut 200 Sorten gibt es in Deutschland. Zum Teil verwendet er Lavendel aus eigener Ernte, um sie bei der Seifenherstellung zu verwenden. Gern erinnert er sich auch an Besuche in Ungarn am Plattensee. Die riesigen Lavendel-Felder hätten ihn sehr beeindruckt.

Momentan hat der kleine Laden nur begrenzte Öffnungszeiten, jeweils freitags von 15 bis 18 Uhr steht Frank Laß hinterm Verkaufstresen. Vor allem an die Frau bekommt der Seifenmacher seine Produkte. „Verkaufen ist das, was ich kann. Das verlernt man nicht“, sagt er und so gehen seine Seifen längst auch in Leipzig von Hand zu Hand.

Von Ditmar Wohlgemuth

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