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Delitzsch Frank Schade ist raus bei den Landsknechten
Region Delitzsch Frank Schade ist raus bei den Landsknechten
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15:40 19.05.2015
Frank Schade hat mit den Delitzscher Landsknechten abgeschlossen. Quelle: Alexander Bley

Baby insofern, dass es Schade war, der den Verein vor 17 Jahren aus der Taufe hob und ihm als Chef vorstand. Landsknechte? In der Wahrnehmung vieler Delitzscher ist das eine große Truppe Geschichtsbegeisterter, geführt von Frank Schade. "Im Frühjahr anno 1996 trat Frank Schade, angeregt von Unterhaltungen über das in Planung befindliche alljährliche Peter- und-Paul-Fest in Delitzsch, an seine Fußballfreunde heran. Die Veranstalter des Festes suchten Mitwirkende in historischer Gewandung", heißt es auf der Homepage der Landsknechte (www.landsknechte-delitzsch.de). Die Dinge hätten dann schnell Formen angenommen und Schade mit acht Gleichgesinnten den Verein gegründet, so der Text weiter. Neben dem ganz großen Auftritt zum Stadtfest ging es für Schade und die Landsknechte so oft wie möglich an den Wochenenden zu Veranstaltungen, wie den Wallensteintagen in Stralsund, auf die Festung Königstein oder auch ins Ausland, um die Historie des Dreißigjährigen Krieges nachzustellen.

Doch gerade da, bei der historischen Darstellung, sagt Schade, habe ihm zuletzt etwas gefehlt. "Die Interessen des Vereins deckten sich nicht mehr mit meinen Vorstellungen, wie man Historie darstellt. Und auch das Kameradschaftliche fehlte", erklärt Frank Schade. An Authentizität mangelte es ihm in den vergangenen Monaten. So hätten sich schließlich immer mehr Differenzen und Querelen ergeben. Zudem hätten sich für ihn allmählich auch rechtliche Fragen gestellt. Der Austritt aus dem Verein habe nichts mit seiner Tätigkeit als Stadtrat zu tun. Interessen und Ziele des Vereins würden nicht mehr seinen Vorstellungen von einem gesunden und kameradschaftlichen Vereinsleben entsprechen, so Schade in seiner schriftlichen Austrittserklärung. All das habe zum Austritt aus dem mehr als 40 Mitglieder starken Verein geführt, so Schade gegenüber der LVZ. Da der Entschluss über Monate gereift sei, habe es "nicht mehr so sehr" weh getan, die Landsknechte zu verlassen. "Ich habe zum Abschied alles Gute gewünscht. Natürlich hatte ich einen Kloß im Hals, als ich meinen Ausstieg verkündet habe", gibt der Delitzscher zu. Der Verein wird nun von der Delitzscherin Cornelia Kirsten geführt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.09.2013

Christine Jacob

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