Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Französische Gäste zu Besuch bei ihren Krostitzer Freunden
Region Delitzsch Französische Gäste zu Besuch bei ihren Krostitzer Freunden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:17 21.04.2016
Stoßen mit Wein und Bier auf ihre Freundschaft an: Martine und Marc Farigoule aus Frankreich (links) und Ingrid und Wolfgang Platz aus Krostitz. Quelle: Alexander Prautzsch
Anzeige
Krostitz

45 Schüler und Erwachsene aus den französischen Partnergemeinden Allègre, Cèaux und Monlet sind derzeit zu Besuch bei Krostitzer Gastfamilien. Der Freundeskreis Krostitz/Allègre, Cèaux, Monlet hat für sie ein umfangreiches Programm vorbereitet. So werden die Gäste am Donnerstag in Torgau von Landrat Kai Emanuel (parteilos) erwartet. Dort werden sie auch Schloss Hartenfels und das Werk von Villeroy & Boch besuchen. Am Nachmittag geht es nach Brodau, wo die Franzosen von einem Landwirt und bei der Firma kW-rent erwartet werden.

Familiäre Freundschaften

Seit nunmehr zwölf Jahren besteht diese Partnerschaft zwischen Krostitz und den französischen Vereinen, die sich regelmäßige Besuche abstatten. 2014, zum zehnjährigen Bestehen des Freundeskreises, waren die Krostitzer in Frankreich. Nun steht der Gegenbesuch an. Mittlerweile haben sich familiäre Freundschaften entwickelt, die auch im Privaten gepflegt werden. So zwischen Martine und Marc Farigoule und Ingrid und Wolfgang Platz . „Wir kommen sehr gern wieder hierher, denn die Krostitzer sind sehr sympathisch“, erzählte Marc Farigoule bei der offiziellen Begrüßung durch Bürgermeister Wolfgang Frauendorf (CDU) am Sonntagabend im Gustav-Adolf-Saal der Brauerei. Dabei hob das Gemeindeoberhaupt diese Partnerschaft als ein positives Beispiel für das vereinte Europa gerade in den heutigen Zeiten hervor. Und er dankte den Akteuren, die die Freundschaft zwischen den beiden Nationen auf diese Weise mit Leben erfüllen.

Das erste Mal in Krostitz und in Deutschland überhaupt ist Véronique Zaurent. Ihre 16-jährige Tochter Elsa ist zum zweiten Mal hier. „Vom ersten Besuch hat sie ganz begeistert erzählt, deshalb wollte ich diesmal unbedingt auch mit fahren, um die Partnerschaft weiter voranzubringen“, so die 44-Jährige. Ihr erster Eindruck von Krostitz: „Ein schöner ländlicher Ort mit sehr herzlichen Menschen, in dem sich alle grüßen.“

Beim Besuch in der Grundschule Krostitz mischen sich die französischen Gäste unter die Mädchen und Jungen. Quelle: Thomas Steingen

Begeistert von der Grundschule

Herzlich empfangen wurden die Gäste aus Frankreich am Montag auch in der Grund- und Oberschule. Die Mädchen und Jungen hatten sich intensiv auf den Tag, der thematisch ganz auf die französischen Gäste zugeschnitten war, vorbereitet. Klassenzimmer und Flure waren in den Nationalfarben Frankreichs geschmückt. Die Schüler hatten Plakate gestaltet und ein Programm einstudiert. Renate Wolff und ihre Tochter Johanna vom Freundeskreis hatten im Vorfeld mit den Kindern ein Lied auf französisch einstudiert. Schließlich wurden die Gäste eingeladen, sich zu den Kindern in den Unterricht zu setzen, was sie sichtlich genossen, sodass sich trotz einiger Sprachbarrieren schnell ein herzlicher Kontakt einstellte. Der Empfang habe ihn sehr bewegt. „Erstaunt bin ich über die Disziplin der Kinder und wie sie aktiv einbezogen werden. Mir hat auch sehr gefallen, dass die Kinder frei gesprochen haben, als sie uns ihren Heimatort vorstellten“, zeigte sich der 69-jährige Daniel Peyret des Lobes voll. Projekte wie Gesundheit und Bewegung, nachdem die Schule arbeitet, gebe es in Frankreich so nicht, ergänzte Patrice Paul (73). Und dass sie am Ende mit Bildern verabschiedet wurden, erfreute besonders. Die Linolschnitte hatten die Schüler im Kunstunterricht angefertigt.

Zur Galerie
In der Grundschule werden die Gäste selbst zu Schülern.

Von Thomas Steingen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Totschlagsprozess gegen einen 28-jährigen Marokkaner ist beendet. Das Landgericht Leipzig verurteilte ihn zu fünf Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe. Der Mann hat gestanden, im vergangenen Jahr in der Asylunterkunft Delitzsch-Spröda einen Tunesier getötet zu haben. Mehrere Aspekte verkürzten allerdings das Strafmaß.

20.04.2016

Der überregional bekannte Club Point Zero in der Schkeuditzer Straße steht vor einer ungewissen Zukunft. Er hat sein Domizil auf einer Gewerbebrache, die über kurz oder lang beräumt und neu genutzt werden soll. Eine Zwangsversteigerung ist in Vorbereitung, für die derzeit ein Wertgutachten angefertigt wird.

19.04.2016

Es sind in zunehmendem Maße Eigentumsdelikte, die den Gesetzeshütern in Delitzsch zu schaffen machen. Fast 70 Prozent der Delikte, die im Vorjahr im örtlichen Polizeirevier aktenkundig wurden, haben mit Diebstählen oder Einbrüchen zu tun. Der Revierleiter mahnt zu mehr Vorsicht.

19.04.2016
Anzeige