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Delitzsch Frauen aus Benndorf und Wiedemar in einer Mannschaft
Region Delitzsch Frauen aus Benndorf und Wiedemar in einer Mannschaft
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00:21 04.09.2017
Das neue Feuerwehrteam Benndorf/Wiedemar mit den selbstgestalteten neuen T-Shirts. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Delitzsch/Wiedemar.

Die beiden Feuerwehr-Wettkampf-Mannschaften der Frauen von Benndorf und Wiedemar haben sich vereinigt und treten künftig unter dem Namen Feuerwehrteam Benndorf/Wiedemar auf. Die derzeit 14 Frauen im Alter von 19 bis 40 Jahre wollen den Feuerwehrsport, insbesondere den Löschangriff nass, künftig als gemeinsames Team bestreiten. „Wir wollen uns nach außen als eine schlagkräftige Truppe zeigen, uns bei Kreis- und Landesmeisterschaften als geballte Kraft präsentieren“, betonte die Benndorferin Franziska Poetsch. Unterstützt wird die Mannschaft nicht nur von den jeweiligen Ortswehren, auch der Kreisfeuerwehrverband (KFV) Delitzsch steht hinter diesem Projekt. „Wir werden sie mit allem nötigen ausstatten, um über die Kreisgrenzen hinaus nicht nur präsent, sondern auch erfolgreich zu sein“, erklärte KFV-Vorsitzender Peter Schwenckner. In welcher Form die Hilfe sein wird, solle noch erörtert werden.

Teilnahme bei DM in Rostock

Für die Benndorfer Feuerwehr-Frauenmannschaft war der bislang größte Erfolg die Teilnahme an der Feuerwehrmeisterschaft 2016. Sie belegte in Rostock den 13. Rang bei 21 Mannschaften. Ein achtbares Ergebnis, zumal den Frauen das Pech ein wenig zu viel an den Hacken klebte. Natürlich waren sie enttäuscht, hatten sie sich doch nach den vielen Mühen im Vorfeld ein anderes Ergebnis vorgestellt. Dass sich die Wiedemarer Feuerwehrfrauen im Sommer 2016 heimlich auf den Weg an die Küste machten, um ihren Weggefährten, die auch Konkurrenten war, den Rücken zu stärken, wussten die Randdelitzscherinnen natürlich nicht. „Ihr Trost kam genau zum richtigen Moment“, erinnern sich die beiden Wehrleiter Wolfgang Wenzel aus Wiedemar und Günther Robitzsch aus Benndorf.

Die Chemie stimmt

Am Donnerstagabend kam im Wiedemarer Gerätehaus natürlich auch die Rede auf diesen Höhepunkt. „Sicher haben sich die Frauen auf der Wettkampfbahn nichts geschenkt, aber es ist grundsätzlich immer fair und kameradschaftlich zugegangen“, betonte Wolfgang Wenzel. Aber auch außerhalb des Wettkampfes hatte man sich schätzen gelernt und letztlich festgestellt, dass die Chemie untereinander stimmt. Es wurde zusammen trainiert, auch so manche Tipps und Tricks ausgetauscht. „Diese enge Verbundenheit bestand eigentlich schon seit Jahren“, betonte Günther Robitzsch. Sie sei auch stets gepflegt worden, eben so, wie man Freundschaften pflegen muss. Gegenseitige Hilfe, statt Konkurrenz stand dabei immer im Vordergrund. Mal wurde die siebte Frau gebraucht, mal fehlte Equipment, mal streikte die Technik. „Gemeinsam wurde eine Lösung gefunden, um bei Wettkämpfen antreten zu können“, sagte Nicole Fischer von den Wiedemarer Frauen.

Idee ist gereift

Über einen längeren Zeitraum reifte dann aber die Idee, die ohnehin bestehende Verbundenheit auf eine offizielle Ebene zu heben. „Die beiden Mannschaften haben sich offiziell vermählt“, erklärte Wolfgang Wenzel. Und das in Anwesenheit von „Trauzeugen“. Der Delitzscher Ordnungsamtsleiter Oliver Schulze, in Vertretung des OBM, und Wiedemars Bürgermeisterin Ines Möller (parteilos) begrüßten den Schritt. Eine Gründungsurkunde wurde unterzeichnet. Zum Pokallauf des KFV am 16. September in Hayna wird die Frauenmannschaft erstmals in Aktion treten.

Von Ditmar Wohlgemuth

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