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Delitzsch Freie Wähler regen Wiederaufbau der Delitzscher Stadtmühle an
Region Delitzsch Freie Wähler regen Wiederaufbau der Delitzscher Stadtmühle an
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18:18 06.10.2010
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. Ein entsprechender Brief ging diese Woche bei Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) ein.

Darin stellt die FWG den Antrag, das Thema möglichst zeitnah auf die Tagesordnung zu setzen. In dem vom Fraktionsvorsitzenden Uwe Bernhardt unterzeichneten Schreiben heißt es unter anderem: „Wie seitens der Stadtverwaltung bekannt gegeben wurde, hat Delitzsch in Kooperation mit dem Institut für Infrastruktur und Ressourcenmanagement der Universität Leipzig mit dem Projekt ,Gemeinsam auf dem Weg in die energieeffiziente urbane Moderne‘ den Wettbewerb Energieeffiziente Stadt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gewonnen. Mit dieser Auszeichnung sind in den nächsten Jahren Fördergelder von bis zu fünf Millionen Euro für projektbezogene Vorhaben verbunden. Delitzsch ist mittlerweile weit über Sachsen hinaus bekannt für seine innovativen Ideen bezüglich der Nutzung erneuerbarer Energien. Bislang noch nicht berührt wurde aber das Thema Wasserkraft." Die FWG bittet um Prüfung der förderfähigen Möglichkeiten zum Wiederaufbau der Stadtmühle, unter Umständen auch durch private Investoren.

Bis Anfang des 15. Jahrhunderts gab es eine solche innerhalb der Stadtmauern am Pfortenplatz, die danach ins Rosenthal wanderte. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde sie abgerissen und ein neuer Fachwerkbau entstand. Bis 1807, so besagt es die Chronik, hatte die Stadt die Hand auf der Mühle. Anschließend wurde sie verpachtet und das wasserradgetriebene Mühlwerk arbeitete bis 1904 in klassischer Arbeitsweise. Später nutzte man das alte Bauwerke auch als Wohnstätte. Doch 1983 kam das Aus. Die Delitzscher Stadtmühle wurde abgerissen. Das „sorgte damals für Empörung und Unverständnis in der Bevölkerung, vergessen ist sie derweil bis heute nicht", schreibt Uwe Bernhardt. Und er bringt auch gleich noch Vorstellungen ins Spiel, wie alles gestaltet werden könnte: „Das Thema erneuerbare Energien, hier im speziellen Wasserkraft, könnte dabei in Gestalt eines großen Wasserrades an der Stadtmühle, welches über den Abfluss des Stadtgrabens über ein Mühlengerinne angetrieben wird, im Fokus des Vorhabens stehen. Im inneren des Hauses könnte über moderne Technik Elektroenergie erzeugt und ins öffentliche Netz beziehungsweise für den Eigenverbrauch des Hauses genutzt werden."

Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) bestätigte gestern auf Kreiszeitungs-Anfrage, dass der Antrag der FWG-Fraktion im November Thema der Stadtratsitzung sein wird.

Lutz Schmidt

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