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Delitzsch Fritz Müller ist wohl ältester Laubenpieper in Delitzsch
Region Delitzsch Fritz Müller ist wohl ältester Laubenpieper in Delitzsch
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13:00 14.05.2017
Fritz Müller ist mit seinen 95 Jahren jeden Tag zum Arbeiten im Garten. Quelle: Christine Jacob
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Delitzsch

„Von wegen junge Gartenlust“, winken sie an diesem Wochenende wohl in der Delitzscher Kleingartenanlage „Dr. Schreber“ ab. Mag ja sein, dass das Delitzscher Kleingartenwesen aktuell gerade durch viele junge Leute Zuspruch hat, Friedrich „Fritz“ Müller zeigt ihnen allen, was eine Harke ist. An diesem Samstag nämlich wurde der drahtige Senior 95 Jahre alt und war wie jeden Tag in seinem Garten. Als die kleine Laubenpieperkolonie 1955/56 entstand, da war er einer der ersten Mitstreiter.

95 und kein bisschen leise

Zum alten Eisen gehörig fühlt sich der einstige Kleinbahn-Schaffner nicht. „Bewegung ist das Beste, was man tun kann, das hält fit“, sagt er. Im Alter von 85 Jahren ist er noch auf Bäume geklettert, um seine Äpfel zu ernten, berichtet Gartennachbar und Vereinschef Jürgen Mühlberg (59). Vor vier Jahren ist Fritz Müller noch täglich mit dem Rad zum Neuhäuser See gefahren und war dort schwimmen. Im Winterhalbjahr ist er nach wie vor täglich zu einer bis zu fünf Kilometer langen Spazierrunde unterwegs – „aber straff muss man laufen“, betont er. „An ihm kann man sich ein Beispiel nehmen“, sagt Gartenfreund Gottfried Jähner (80). Den Garten bewirtschaftet Fritz Müller komplett selbst. „Hier habe ich alles, was ich brauche“, sagt der Witwer. Viel Bewegung bringt ihm das natürlich und die Selbstversorgung mit immer frischem Gemüse und Obst, das er sich auch für den Winter haltbar macht. „Also ich habe keinen Schnupfen und keinen Husten, sowas kenne ich gar nicht“, sagt er.

Apropos zeigen, was eine Harke ist: Die benutzt Fritz Müller gelegentlich wie einen Stock als Gehhilfe oder stützt sich mal drauf. Auf Hilfen wie Hörgerät, Brille und Co. kann er auch mit 95 ansonsten getrost verzichten.

Von Christine Jacob

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