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Delitzsch Führungsriege des Delitzscher Reviers kurz vor der Pensionierung
Region Delitzsch Führungsriege des Delitzscher Reviers kurz vor der Pensionierung
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00:18 18.11.2016
Der Leiter des Delitzscher Polizeireviers und Erster Polizeihauptkommissar Klaus Kabelitz wird 60. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Delitzsch

Gleich drei führende Polizeibeamte des Delitzscher Reviers vollenden in diesem Jahr ihr sechstes Lebensjahrzehnt und stehen damit unmittelbar vor der Pensionierung. Neben Ulrich Haberlag, dem Leiter Kriminaldienst, und Ralf Weigelt, Leiter Streifendienst, ist das auch der Leiter des Reviers Klaus Kabelitz. Er begeht heute seinen ganz persönlichen Ehrentag und wird ihn im Kreis seiner Mitstreiter in der Halleschen Straße feiern. Sein Dienstsitz seit Anfang 2013.

Ein Wunsch zum Geburtstag

In diesen Rahmen wird er mitteilen, dass er seinen Dienstherren, den Freistaat Sachsen, insbesondere den Innenminister, bitten will, seine Dienstzeit um ein Jahr zu verlängern. „Die Option besteht, ich werde den Antrag stellen, dann muss nur geprüft werden, ob eine dienstliche Notwendigkeit vorliegt“, erklärte Kabelitz. Und er ist guter Dinge, dass er dem Revier weiterhin vorstehen kann. Kommt keine Zusage, ist für ihn am 31. Juli Schluss. Ähnlich sieht die Situation auch bei seinem Stellvertreter Ralf Weigelt aus. Auch er beabsichtigt, noch länger zu bleiben. Intern begrüßen die Kollegen weitgehend die Entscheidung ihres Chefs. Unter die heute überbrachten Glückwünsche werden sich dennoch Fragen nach der Zukunft mischen, auf die es zunächst keine Antworten geben wird.

Landräte gratulieren

Zu den ersten Gratulanten, die dem Revierleiter die Hand schütteln werden, gehören die Landräte – sowohl der neue als auch der alte haben sich angekündigt – als auch die Repräsentanten von Delitzsch.

„In meinen 42 Dienstjahren als Polizist war es mir immer wichtig, kameradschaftlich mit Partnern auf allen Ebenen zielorientiert zusammenzuarbeiten“, erklärt der Erste Polizeihauptkommissar. 17 Jahre lang war seine Wirkungsstätte Eilenburg. Zunächst als Leiter der Inspektion zentrale Dienste, ab dem Sommer 1995 als Revierleiter. „Kein Stadtfest ohne Randale“, erinnert er sich. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung, vor allem mit dem damalige OBM Hubertus Wacker, konnte die Stadt „befriedet“ werden. „Ich glaube schon, dass ich während der Zeit dort Spuren hinterlassen habe.“ Kabelitz ist Ehrenmitglied der Feuerwehr der Muldestadt.

„Ich werde Polizist“

Eigentlich wollte Klaus Kabelitz Pilot werden, ein Jagdflugzeug steuern. Die Gesundheit spielte jedoch nicht mit. Als zweiter Wunsch stand aber schon damals fest: „Ich werde Polizist.“ Und den Beruf erlernte er von der Pike auf, trug alle Dienstgrade bis zu den heutigen fünf silbernen Sternen und bekommt manche Bilder auch nach den vielen Jahren nicht aus dem Kopf. Von Haus aus ist der Zscheppliner Kriminalist. „Mein erster Toter war ein 13-jähriger Junge, der sich erhängt hatte. Sein Motiv: Sein Vater war Polizist.“ Damals war Klaus Kabelitz in Magdeburg der Diensthabenden Gruppe zugeteilt, die immer als erste vor Ort war. Egal ob Mord oder Verkehrsunfall. Nach dem Hochschulstudium, Abschluss mit Auszeichnung, blieb er zunächst in Magdeburg, ehe er im Februar 1989 nach Leipzig versetzt und stellvertretender Dezernatsleiter wurde. Ihm oblag später der Aufbau einer Spezialeinheit der Polizei, dem Mobilen Einsatzkommando (MEK). „Das war für ihn die schönste, weil spannendste Zeit“, schätzt der 60-Jährige heute ein. Spektakulär war für ihn in dieser Zeit die Festnahme des Dagobert-Nachahmers, eines Kaufhauserpressers, in Leipzig. Kabelitz freut sich aber auch auf die Zeit nach dem Polizeidienst. Der Vater von fünf Söhnen und Opa von fünf Enkeln hat konkrete Pläne. Da wären Haus, Hof und Familie, aber vielleicht auch wieder Lenkdrachen bauen.

Von Ditmar Wohlgemuth

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