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Fünf Jahre freie Fahrt in der Breiten Straße – Händler loben Öffnung für Autos

Innenstadtverkehr Fünf Jahre freie Fahrt in der Breiten Straße – Händler loben Öffnung für Autos

Vor fünf Jahren wurde die Breite Straße in Delitzsch auf Drängen der Innenstadthändler für den Fahrzeugverkehr geöffnet. Die Stadtverwaltung hält an ihrer Entscheidung fest, weil sie sich bewährt habe.

Vor fünf Jahren wurde die Breite Straße in Delitzsch für den Fahrzeugverkehr geöffnet.Kunden können seither vor den Geschäften parken.

Quelle: Wolfgang Sens

Delitzsch. Vor fünf Jahren öffnete die Stadtverwaltung die Breite Straße für den Fahrzeugverkehr. Gleichzeitige entstanden auf dem Roßplatz vor der Buchhandlung Engler und in der Breiten Straße mehrere Kurzzeitparkplätze. Für die Händler und Geschäftstreibenden erfüllte sich damit ein großer Wunsch, den sie zuvor bis in den Stadtrat getragen hatten.

„Diese Lösung ist nicht mehr wegzudenken. Eine direkte Zufahrt ist für ein Geschäft lebensnotwendig“, sagt Andreas Handke vom gleichnamigen Reparatur-Service, den er gemeinsam mit seiner Frau Cornelia in der Schulstraße betreibt. Viele ihrer Kunden nutzen die Chance, mit dem Pkw in die Breite Straße fahren zu können. „Wir merken das, wenn sie mit der Begründung, ihr Auto stünde um die Ecke, Tragebeutel ablehnen.“ Allerdings würden manche das Parkangebot nicht wahrnehmen. „Vielleicht sind die Stellflächen nicht deutlich genug markiert“, spekuliert der Ladeninhaber.

Marc Dombrowski fährt mit dem Auto mehrmals täglich durch die Breite Straße. Dass er dort parken kann, findet er gut. „Besser wäre allerdings, ich könnte hier länger stehen“, so der 19-Jährige. Aber kurz halten, um in der Bank Geld zu holen, das sei schon in Ordnung.

Verkehr hält sich in Grenzen

Auch Hannelore Teresniak sagt, dass es angenehm sei, in dieser Straße kurz parken zu dürfen. Allerdings sei es für Ortsfremde schwer, die Parkflächen zu erkennen, vielleicht wird deshalb auch oft falsch geparkt. Die 64-Jährige geht aber lieber zu Fuß durch die Altstadt. Mit den Fahrzeugen hat sie kein Problem, denn der Verkehr halte sich in Grenzen.

Das schätzt auch Fotograf Detlef Schwuchow, der in der Breiten Straße wohnt und dort sein Atelier betreibt, so ein. Nur morgens ab 6 Uhr sei es ein „bisschen laut“, wenn die Leute zur Arbeit fahren. Nachts würden Anwohner hier parken, tagsüber seien die Flächen aber weitgehend frei für Kunden. „Einen Parkplatz direkt vor dem Geschäft zu haben, das hilft natürlich.“ Detlef Schwuchow zählte seinerzeit zu den Initiatoren der Straßenöffnung, die er nun nicht mehr missen möchte. Kritisch merkt er an, dass Navigationsgeräte sein Geschäft oft nicht finden, weil die Straße als eingeschränkt klassifiziert sei.

Reisebüro-Inhaber Ralf Sackewitz bewegt, dass Autos oft zu schnell durch die Breite Straße fahren und diese mehr und mehr zur Durchgangsstraße wird. „Ich muss auch immer ein Auge darauf haben, dass meine Kunden in den markierten Flächen parken und einen Parkschein ziehen“, erzählt er und spielt auf die Falschparker an, die Knöllchen bekommen.

Parkverstöße wie in anderen Straßen

Laut Stadtverwaltung gab es 2014 insgesamt 398 Verstöße, 2015 waren es 320. Damit würden in der Breiten Straße nicht mehr und nicht weniger Parkverstöße festgestellt und geahndet als in anderen Straßen. Besonders häufig wurde das Parken im Bereich eines Parkscheinautomaten ohne gültigen Parkschein und das Parken in einem verkehrsberuhigten Bereich außerhalb der zum Parken gekennzeichneten Flächen festgestellt.

Insgesamt resümiert die Stadtverwaltung, dass nach fünf Jahren die Händler ungebrochen zu der damaligen Entscheidung stünden. „Es gibt einige subjektive Aussagen, dass Bewohner und Händler die vorhandenen Parkplätze blockieren und Autos zu schnell fahren würden. Bisher war die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer jedoch nicht gefährdet“, lässt Wirtschaftsförderin Ricarda Steinbach auf Anfrage wissen. Ein Zusammenhang zwischen den steigenden Besucherzahlen in der Innenstadt und der Öffnung der Breiten Straße sei aber nicht belegbar.

Von Thomas Steingen

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