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Für Rackwitzer Bürgermeister ist Schließung des Automatenstandortes unakzeptabel

Sparkasse Für Rackwitzer Bürgermeister ist Schließung des Automatenstandortes unakzeptabel

Der Rackwitzer Bürgermeister Steffen Schwalbe (parteilos) kritisiert nach seinem Brief an den Sparkassen-Chef in Leipzig und einem Gespräch mit ihm die Art und Weise des Umganges miteinander. Er kritisiert die Entscheidung am grünen Tisch, ohne die Gemeinde einbezogen zu haben.

Geld aus dem Automaten soll es nach den Plänen der Sparkasse bald nicht mehr in Rackwitz geben.

Quelle: dpa

Rackwitz. Das Verhalten der Sparkasse Leipzig bezüglich der Schließung von Filialen und Automatenstandorten in Delitzsch und Rackwitz erregt weiterhin die Gemüter. Die Art und Weise der Sparkassenführung sei für ihn nicht zu akzeptieren und könne den Bürgern nicht vermittelt werden, sagt der Rackwitzer Bürgermeister Steffen Schwalbe (parteilos). Er hatte kürzlich einen Brief an Sparkassenchef Harald Langenfeld geschrieben und danach mit ihm gesprochen. Der Bürgermeister hatte dem Vorstand der Sparkasse Leipzig Alternativen zur Kostenreduzierung in Rackwitz aufgezeigt, die, wie er sagt, bei Erhalt des SB-Standortes sogar zu einer Senkung der Kosten geführt hätten. „Ich schließe mich inhaltlich voll und ganz dem offenen Brief des Delitzscher Oberbürgermeisters Manfred Wilde an“, so das Rackwitzer Gemeindeoberhaupt. Für ihn ist die geplante Aufgabe des Rackwitzer Standortes eine Entscheidung auf der Karte, die ohne Mitwirkung der Gemeinde getroffen worden ist. Schwalbe kritisiert, dass die Sparkasse keine Zahlen zum Nutzungsverhalten des Standortes offenlegt und der Vorstand es ablehnt, im Gemeinderat aufzutreten. Er fordert das Geldinstitut auf, seinen Dienstleistungsauftrag zu erfüllen.

Senioren in Sorge

Besonders bei den Senioren im Ort herrscht große Sorge. „Viele ältere Menschen fürchten, dass, wenn sie künftig das Sparkassenmobil nutzen müssen, überfallen werden könnten, weil sie jeder beobachten könne“, schildert Dorothea Matthey. Sie betreut in der DRK-Sozialstation ehrenamtlich die Seniorengruppe, die sich immer montags trifft. Auch die Möglichkeit, im Penny-Markt Geld abheben zu können, sei keine Lösung, weil viele Senioren beim Einkauf dort nicht den notwendigen Mindesteinkaufswert von 20 Euro erreichen. „Wenigstens ein Geldautomat sollte in Rackwitz bleiben“, fasst Dorothea Matthey die Forderung vieler älterer Rackwitzer zusammen, denn „Menschen, die an einem Rollator gebunden sind, trauen sich nicht, allein mit dem Zug zur Filiale nach Zschortau zu fahren“.

Jeder Sparkassenkunde müsse angesichts dieser Entwicklung für sich selbst die entsprechenden Schlüsse ziehen, rät der Bürgermeister. Auch sein Delitzscher Amtskollege Wilde (parteilos) animierte kürzlich beim Bürgerdialog im Wohngebiet Nord betroffene Kunden, sich nicht alles gefallen zu lassen und ihren Unmut in Briefen an die Sparkassenführung auszudrücken. „Es braucht Solidarität“, denn sein Veto allein, werde nicht genügen, so Wilde.

Von Thomas Steingen

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