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Für Südumfahrung besteht Baurecht

Für Südumfahrung besteht Baurecht

Die geplante Straße um den Schladitzer See, auch Südumfahrung genannt, wird ab 2014 gebaut. 2015 ist die Fertigstellung geplant. Das sogenannte Einzelgenehmigungsverfahren ist fast abgeschlossen.

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So könnte der neue Straßenverlauf der sogenannten Südumfahrung von Radefeld in Richtung Rackwitz aussehen. Grafik Enzo Forciniti

Quelle: Enzo Forceniti

Rackwitz. Laut Bürgermeister Manfred Freigang (UWR) besteht Baurecht. Die Straße soll von der Kölner Straße im Radefelder Gewerbegebiet Tannenwald zur Mittelstraße und weiter in Richtung Biedermeierstrand an das Haynaer Ufer führen, weiter zur alten Bundesstraße 184. Auf der Kreuzung dort entsteht ein Kreisverkehr. 90 Prozent der Baukosten fließen als Fördermittel in das Drei-Millionen-Euro-Projekt.

 

 

Der Rackwitzer Bürgermeister stellte in dieser Woche klar, dass es keine Anhörung Träger öffentlicher Belange gibt, dass beispielsweise keine Einwohner von Rackwitz mehr einbezogen werden. "Das Verfahren ist fast abgeschlossen und darüber bin ich froh. Denn wir können die Schladitzer Bucht nun mit nur zehn Prozent Eigenmitteln für die Region Schkeuditz zugänglich machen. Wir bauen eine Straße für die Zukunft. Wenn wir das nicht jetzt tun, wird es nie etwas", deutete Freigang auf die immer schwieriger werdenden Fördermöglichkeiten hin. Inzwischen beträgt der Eigenanteil bei Paragraf-4-Maßnahmen 20 Prozent. Insgesamt kostet die Verbindung rund drei Millionen Euro. Rackwitz ist mit 230000 Euro beteiligt, Schkeuditz mit 270000 Euro und der Landkreis mit 30000 Euro.

Bereits 2007 hat der Bergbausanierer LMBV das Projekt angeschoben und ein Zielabweichungsverfahren eingeleitet. Dies war nötig, weil die neue Trasse von der ursprünglichen Verbindung Schladitz - Hayna abweicht. Diese führt nämlich genau durch den See. Die neue Straße trifft in unmittelbarer Nähe zur alten B 184 auf die jetzige Verbindungsstraße zum See. Das Zielabweichungsverfahren - bei dem es laut Freigang eine Anhörung Träger öffentlicher Belange gab - wurde von der Landesdirektion 2010 zugelassen. Danach setzten die drei Partner Rackwitz, Schkeuditz und der Landkreis das Einzelgenehmigungsverfahren in Gang. Darin sind Naturschutz, Wasserrecht, Grundstückseigentümer und Fachbehörden involviert.

Freigang: "Es besteht Baurecht. Mit den Grundstückseigentümern besteht Einvernehmen, der Naturschutz hat zugestimmt. Die Stellungnahmen vom Wasserrecht und der Fachbehörden stehen vor dem Abschluss, hier liegen mündliche Zusagen vor."

Weil es sich um eine eher kleine kommunale Straße handelt, sei es laut Bürgermeister nicht notwendig, ein Planfeststellungsverfahren durchzuführen oder einen Bebauungsplan aufzustellen. "Wir sind natürlich bemüht, den Planungsaufwand so gering wie möglich zu halten", so Freigang.

Wie berichtet findet Freigangs Freude und Euphorie nicht uneingeschränkte Zustimmung in der Gemeinde. "Stoppt den Bau der geplanten Südumfahrung", fordert die Rackwitzerin Sonja Scheitler, die erhöhtes Verkehrsaufkommen befürchtet. Denn durch Rackwitz und Zschölkau ließe sich dann der Weg zur B 2 abkürzen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde ein Großteil des Pkw- und Lkw-Verkehrs der A 14 aus Richtung Schkeuditzer Kreuz, A 9 sowie der Verkehr aus dem Güterverkehrszentrum Radefeld mit Fahrtrichtung B 2 (Bad Düben, Wittenberg) und Gegenrichtung durch die Orte Rackwitz und Zschölkau geleitet, heißt es in einem Flugblatt (wir berichteten). Während Scheitler von "vielen Hundert, wenn nicht sogar Tausend Fahrzeugen" spricht, kontert der Bürgermeister mit einer Studie. Die prognostiziert bis 2020 für die Straße rund 500 Autos in 24 Stunden. Die Abkürzung durch enge Ortschaften mit Kurven und Ampeln schließt Freigang aus und räumt ein: "Ich kann die Frage nach dem Verkehrsaufkommen nicht beantworten. Ich kann nur mit der Zahl 500 arbeiten und mich auf die Verkehrsfachleute verlassen." Das geplante Gespräch mit Sonja Scheitler sei trotz Bemühungen der Gemeinde bisher nicht zustande gekommen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.03.2013

Frank Pfütze

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