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Delitzsch Für die Katz! L.E. vermasselt die GSVE-Party
Region Delitzsch Für die Katz! L.E. vermasselt die GSVE-Party
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14:01 19.05.2015
Gebrauchter Tag: Die Delitzscher Urgesteine Jens Andrä (vorn) und Sebastian Reichstein (links) sind sichtlich bedient, während Paul Geisler noch den Boden wischt. Gegen Leipzig läuft nicht viel zusammen. Quelle: Alexander Bley

gskind Paul Geisler. Daraus wurde nur der Satz mit X: Weil der GSVE Delitzsch die Leipziger gewähren ließ und selbst kein Bein mehr auf den scheinbar äußerst schwammigen Hallenboden bekam. Vor 550 Zuschauern blamierten sich die Loberstädter, weil sie mit zunehmender Spieldauer immer weniger Mittel gegen die kompakt auftretenden Leipziger fanden. Ende des Liedes: Der GSVE verliert 1:3 (25:20, 18:25, 21:25, 17:25) gegen die Volleys und die Tabellenführung in der Südstaffel obendrein.

Lediglich im ersten Satz brachten die Riesen vom Lober die Power ihres Boliden aufs Parkett. Furios ging es los, furios ließ es nach. Die Welle des GSVE-Motors bekam einen weg. Verantwortlich dafür war ein Oldie im Leipziger Dress - Axel Roscher. Als die Köpfe seiner Mitspieler in Vogel-Strauß-Manier schon Schlupflöcher im Sand suchten, brachte der 38-Jährige die L.E.-Lok wieder in die Spur. Dabei bewies Steffen Busse im ersten Durchgang ein Glückshändchen, brachte den zähen Allrounder beim 3:10. Weil Zerstörer Roscher derb zupackte, setzten die anderen auch die Samthandschuhe ab. "Das Ding ist aus dem Ruder gelaufen", fasste Frank Pietzonka die Schmach im Becker-Karton zusammen, "wir waren nicht in der Lage, den Kahn wieder ins ruhige Fahrwasser zu bekommen." Warum? Das kann sich der frisch gebackene 52-jährige Trainer auch nicht erklären.

"Ich hatte das Gefühl, wir waren nicht richtig da", ärgerte sich Libero Paul Geisler über das Auftreten beim Saison-Highlight. "Ab dem 2. Satz haben die uns die Dinger um die Ohren gehauen, Leipzig hat jeden getroffen", beschrieb der Annahme-Spezi das Geschehen von der Platte. Dazu gesellten sich die bekannten Gummihände und -arme. Egal bei wem, es schien, als ob jede getroffene Entscheidung die falsche in dieser Situation gewesen wäre. Einmal rutschte die Pille durch die Hände, ein andermal bekam sie den falschen Drall verpasst, so dass nur noch Blicke die Kugel in der Leere erhaschen konnten. Dagegen schnurrte das Ding auf gegnerischer Seite wie ein Kätzchen.

Das schien in der Art so gar nicht von den Leipzigern erwartet worden zu sein. "Wir haben zwei Wochen richtig mies trainiert. Ich habe gedacht, wenn wir die Leistung hier zeigen, fahren wir nach 50 Minuten wieder heim", berichtete Jan Paul Günther . Das alles anders kam, ist halt typisch für Derbys. "Wir haben über den Satz ins Spiel gefunden und sind mit breiter Brust durchgelaufen", fasste der 36-Jährige zusammen.

Einer, der bis zum Schluss an die Delitzscher Trendwende glaubte, war Jens Andrä. Der Dübener versuchte die anderen Truppenteile aus dem Tiefschlaf zu wecken. "Als ich in manche Gesichter geschaut habe, sah das nach Resignation aus", fasste der GSVE-Flummi zusammen. "Die haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten", beschrieb Andrä den Unterschied, "es ist aber schwer Stimmung reinzubringen, wenn du acht Punkte hinten bist." Ins gleiche Horn stößt auch Kapitän René Berlet. "Leipzig hat sich mindestens anderthalb Mal besser angestellt als wir." Und dann beginnt bekanntlich das große Grübeln. "Du probierst es immer weiter, versuchst was anders zu machen und triffst dann doch die falsche Entscheidung. Das ist deprimierend", erklärte der Zuspieler. So erlosch die Flamme im Ofen, trotz verbalem Durchpustens. Pietzonkas Dauer- appell, mal wieder zu spielen, verpuffte. "Wir hatten einen Plan, aber uns ist es nicht gelungen den umzusetzen." So war es nach der Partie nicht das Sieger-Bier was ausgeschenkt wurde, sondern das Trost-Pils.

GSVE Delitzsch: Berlet, Andrä, Winkler, Reichstein, Kynast, T. Pietzonka, Kynast, Geisler, Ahne, Karl, Timm, Bauer.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.02.2015
Bey, Alexander

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