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Für neuen Delitzscher Großparkplatz am Bahnhof ist die Bunker-Frage zu klären

Park&Ride Für neuen Delitzscher Großparkplatz am Bahnhof ist die Bunker-Frage zu klären

Die Vergabe der Bauleistungen für den dritten Park&Ride-Platz am Unteren Bahnhof in Delitzsch ist erfolgt. Allerdings sind noch offene Fragen zu klären. Insbesondere geht es um den Umgang mit dem Luftschutzbunker, der sich im Erdreich befindet. Über die Gestaltung des Parkplatzes herrscht hingegen weitgehend Klarheit.

Auf dieser Grünfläche soll der Park&Ride-Platz entstehen.

Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Delitzsch. Die Vergabe der Bauleistungen für den dritten Park&Ride-Platz am Unteren Bahnhof in Delitzsch ist erfolgt, noch steht aber nicht endgültig fest, wann es tatsächlich losgeht. Die Firma Bau- und Haustechnik Bad Düben hatte kürzlich den Zuschlag für das Vorhaben bekommen. Der Angebotspreis liegt bei 137 411 Euro. „Bis Ende Februar müssen die Baumfällungen erfolgt sein“, sagte Delitzschs Bauamtsleiter Karl-Heinz Koch und machte damit die ersten Termine fest.

Darüber hinaus muss das Erdreich oberflächlich entfernt werden, um das genaue Ausmaß des unterirdischen liegenden Luftschutzkellers zu ergründen. Bei Bodenuntersuchungen, die einher gingen mit sogenannten Stichbohrungen, wurde die Anlage entdeckt. Sie hatte zunächst für Verwirrungen gesorgt, weil man sie dort nicht vermutete. Es gab zudem unterschiedliche Auslegungen, worum es sich tatsächlich handelt. Letztlich konnten aber ältere Delitzscher zur Aufklärung beitragen. Die Bauten sind aus dem Zweiten Weltkrieg übrig geblieben, dienten Anwohnern bei Luftangriffen zum Schutz. Sie wurden offenbar nach Kriegsende nicht zerstört, sondern nur die Eingänge verschlossen und mit Erdreich abgedeckt. „Wie mit dieser Hinterlassenschaft umgegangen wird, muss man dann sehen, wenn sie frei liegt“, kündigte Koch an. Nach seinem Verständnis werde es wohl das Beste sein, die Überreste zu zertrümmern und dann das Gelände großflächig zu verdichten.

Im Karree von Bismarck- und Eisenbahnstraße werden insgesamt 31 Parkplätze mit jeweils einer Größe von 2,50 mal 4,50 Meter entstehen. Die Zufahrt wird über die Eisenbahnstraße gewährleistet. Diesmal werde aber auf eine Verkehrsinsel zwischen den Ein- und Ausfahrspuren verzichtet, kündigte Koch an. Ein Erfahrungswert. Auf dem gegenüberliegenden Parkplatz behindert eine solche Insel mehr, als dass sie hilft. „Allerdings können wir sie dort nicht zurückbauen, weil Fördermittel geflossen sind“, begründete der Amtsleiter. Der neue Parkplatz soll vom Stil her genauso aussehen wie der bereits bestehende. Die Parkflächen werden mit Asphalt ausgeführt. Das Gelände wird für Fußgänger von beiden Straßen aus betretbar sein. „Sie nehmen jetzt schon den Weg quer über die Grünanlage und werden es auch dann tun, wenn der Platz befestigt ist“, ist sich Koch sicher. Auf Splitterflächen, beispielsweise zwischen dem Parkplatz und den anliegenden Gehwegen, werde ebenfalls verzichtet. „Auch eine Erfahrung: Das werden meist Dreckecken. Das können wir so verhindern“, so Koch.

Über die genaue Bauzeit wird derzeit noch kein Wort verloren. Der Amtsleiter rechnet mit etwa vier Monaten. Denn bevor der Bau der Verkehrsanlage erfolgt, geht es um die Verlegung von Kanälen. Der Abwasserzweckverband nutzt die Gelegenheit, dort Kanäle zu erneuern.

Mit Verkehrseinschränkungen in dem Bereich rechnet die Verwaltung während der Bauphase nicht. Höchstens dann, wenn die Zufahren gemacht werden, aber auch das sei nur ein sehr begrenzter Zeitraum. Von der bauausführenden Firma gab es trotz Anfrage leider keine ergänzenden Informationen.

Von Ditmar Wohlgemuth

Delitzsch Bismarckstraße 51.523130327702 12.345165376196
Delitzsch Bismarckstraße
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