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Delitzsch Fußballspaß im Schlamm
Region Delitzsch Fußballspaß im Schlamm
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11:46 05.08.2013
Matschfußball in Wöllnau mit den "Nippelkickerinnen" auf Tauchflug. Quelle: Alexander Bley
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Wöllnau

Zehn Herren- und vier Damen-Teams gingen am Sonnabend in den Dreck, um die Schale zu Tage zu fördern. An den Söldnern vom City Bootcamp führte in der Höllenhitze kein Weg vorbei, bei den Damen machte „Gestört aber Geil“ das Rennen. Sie wirkten nicht erst martialisch als sie die Schale in die Höhe recken durften – die Söldner der Elitetruppe City-Bootcamp.

Wöllnau. Zwischen Erbsen und Kartoffeln tut sie sich auf, die Modderkuhle von Wöllnau bei Bad Düben, wo seit fünf Jahren die Deutsche Meisterschaft im Matschfußball ausgespielt wird.

Zwar entfaltete da erst Michael Haase ein Muskelpaket nach dem anderen, stieß den obligatorischen Brunftschrei: „Da ist das Ding!“ aus und vertrieb damit wohl sämtliches Wild aus der Heide. Aber schon während der vier Auftritte in der Suhlkuhle versprühten sie einen Hauch von Rambo-Feeling. Wozu sicherlich die Kopfbänder von Haase und Co. beitrugen. Bei solchen Vergleichen muss der Leipziger nur lachen. „Nein, nein, wir hatten auch viel Glück“, sagt der von oben bis unten beschmierte Muskelmann, dessen Team sich ausschließlich aus seinen Campteilnehmern rekrutiert. Die treffen sich in der Regel bei jedem Wetter irgendwo an der Pleiße und machen Training. Dabei wird alles genutzt, was sich ihnen in den Weg stellt. „Technische Fähigkeiten sind hier eher sekundär gefragt“, sagte Haase. Womit er Recht behalten sollte. Denn wenn der Ball einmal in einer der Mega-Pfützen zum Liegen kam, konnte nur noch Genosse Zufall helfen oder ein Gewaltschuss.

Vornehmlich flog da aber mehr Pampe als Ball. Und überhaupt, Zweikämpfe glichen eher einem Clinch bei Boxern oder eben Ringern. Genau das machte die Balltätigkeit bei den Damen besonders attraktiv. Was sicherlich auch den gut 1000 Gästen beim Wochenend- Heideausflug gefallen haben sollte.

Alexander Bley

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