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Delitzsch Gartenkulturpfad soll Parks in der Region Delitzsch verbinden
Region Delitzsch Gartenkulturpfad soll Parks in der Region Delitzsch verbinden
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17:06 25.04.2018
Auch der Barockgarten am Delitzscher Schloss wird Teil des Gartenkulturpfads. Quelle: Wolfgang Sens
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Delitzsch

Verknüpfungsarbeit der Kategorie grüne Neugier leistet nun das Delitzscher Land: Es entsteht ein Gartenkulturpfad, der zwischen Wiedemar und Zschepplin zeigt, was der Landkreis an Landschaftsparks, Pfarrgärten und Naturdenkmälern zu bieten hat, die Bürger auf Trab und Touristen ins Land bringen sollen.

Deutschlandweit Beispiele

„Es gibt bereits ein gutes Dutzend solcher Kulturpfade in Deutschland“, schildert Mit-Initiatorin Ines Pleger. Die Reibitzerin (Gemeinde Löbnitz) bewirtschaftet selbst einen gut 4000 Quadratmeter großen Gartentraum mit Elementen wie in englischen Landschaftsparks, der am 18. Juni zum Tag der offenen Gartentür zu sehen ist. Warum soll also an Lober, Parthe und Leine nicht auch klappen, was zum Beispiel an Oder und Neiße schon funktioniert? Warum soll nicht auch hier gebündelt werden, wie viel attraktive Gärten jederzeit zu besichtigen sind? Die Netzwerke, ob nun in Brandenburg oder Hessen, verbinden private und öffentliche Interessen – Grünanlagen werden belebt und in Schuss gehalten, oft durch ehrenamtliche Arbeit. Unterstützt wird die Arbeit von der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft, die unter anderem bei der Vermarktung hilft.

Der Gartenkulturpfad soll für die Region gartenbaulich interessante kommunale und private Areale präsentieren und diese künftig noch weiter entwickeln. „Ziel ist es unter anderem, Garten, Mensch, Natur und Umwelt miteinander in Einklang zu bringen und die Bürger stärker an ihre Heimat zu binden, indem sie diese aus grüner Perspektive erfahren“, schildert Ines Pleger. „Es ist wie lebendige Heimatkunde, die identitätsstiftend für die Menschen hier vor Ort sein soll“, betont auch Mit-Begründerin Nadine Fuchs. So sollen vor allem hiesige Naturliebhaber angesprochen werden, in zweiter Linie dann Touristen – insbesondere aus dem Gartenland Niederlande strömen bereits viele Neugierige nach Sachsen, so könnte Nordsachsen sein Stück vom Kuchen abbekommen.

Vorbereitungen laufen

Eine Homepage, ein Faltblatt und entsprechende Beschilderungen sind derzeit in der Vorbereitung. Voraussichtlich im September werden Pflanzaktionen realisiert, so dass ab dem nächsten Frühjahr auch Pflanzstreifen an den Ortseingängen als deutliches Signal für den Gartenkulturpfad sichtbar werden. Führungen, Gartenfeste, Kräuterspaziergänge, Märkte und Kulturveranstaltungen können das Angebot später bereichern.

Die bisher geplanten Stationen des nordsächsischen Gartenkulturpfads reichen zum Beispiel vom Delitzscher Stadtpark, dem Barockgarten und dem Zwingergarten an der Stadtmauer über Pfarrgärten in der Gemeinde Wiedemar bis zu den Schlossparks um Hohenprießnitz und Zschepplin. Auch die Parks in Löbnitz und Taucha sowie Grünanlagen in Schkeuditz sind zeigenswert, ist die Initiative überzeugt. Allerdings: Die Leader-Förderpolitik – aus dem EU-Topf werden Projekte gefördert – klammert Eilenburg und Bad Düben aus. Sie gehören nicht zum Fördergebiet des Delitzscher Landes. Ziel aber bleibt eine nordsächsische Kette von Parks, Gartenanlagen und auch privaten Arealen, die der Interessierte bestaunen kann. Dabei belege in der Region um Delitzsch bereits der Tag der offenen Gartentür mit jährlich Hunderten Gästen, dass es ein großes Potenzial gibt.

Der Verein Delitzscher Land übernimmt das Projekt als Träger. 80 Prozent Förderung stehen einem Eigenanteil von insgesamt etwa 10 000 Euro gegenüber. Der soll über Aktionen bis zum offiziellen Startschuss Anfang 2018 eingetrieben werden. Unter anderem will Ines Pleger bereits zum Tag der offenen Gartentür um Spenden werben. Pfarrer Matthias Taatz als Vorsitzender des Delitzscher Lands will auch eine Crowdfunding-Kampagne nicht ausschließen. „Die Leute sind eingeladen, selbst etwas zu tun“, hofft er auf weiteren ehrenamtlichen Zuspruch. Wer Interesse hat, kann sich beim Delitzscher Land (www.delitzscherland.de) melden.

Von Christine Jacob

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