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Geballte Bühnenpräsenz - da erblasst selbst die Nachtigall

Geballte Bühnenpräsenz - da erblasst selbst die Nachtigall

Zweimal sind die Nordlichter am Wochenende ins Scheinwerferlicht getreten, zweimal war der Saal des Delitzscher Bürgerhauses ausverkauft. "Lieder der Nachtigall" lautete das Motto diesmal.

Delitzsch. Doch das Programm war keineswegs so zart besaitet, wie es dieser Titel vermuten lässt. Die Mädchen und Jungs aus der Mittelschule Delitzsch-Nord brachten reichlich Energie auf die Bühne - und das Publikum in Wallung.

Während im Hintergrund Mädels in Miniröcken und mit neonfarbigen Hosenträgern auf Ölfässern tanzten, beeindruckte im Vordergrund Marian Voß mit Stimmstärke und dem Lied "We will rock you" der britischen Rockband Queen. Dann ein rascher Wechsel von Rock zu Schlager: Der Hit "Für immer jung" des tschechischen Sängers Karel Gott gab einen direkten Vorgeschmack auf die kommenden zwei Stunden. Später lieferte Luise Plener eine Hommage an die vielen Großmütter, beschrieb mit ihrem Song "Oma Fan" den Rock'n'Roll in Omas Blut. Und immer wieder rundeten Licht-effekte, Bühnenbild und eine perfekte Choreografie das Chorkonzert der Nordlichter ab.

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Delitzsch. Zweimal sind die Nordlichter am Wochenende ins Scheinwerferlicht getreten, zweimal war der Saal des Delitzscher Bürgerhauses ausverkauft. "Lieder der Nachtigall" lautete das Motto diesmal. Doch das Programm war keineswegs so zart besaitet, wie es dieser Titel vermuten lässt. Die Mädchen und Jungs aus der Mittelschule Delitzsch-Nord brachten reichlich Energie auf die Bühne - und das Publikum in Wallung.

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Vielseitig war sie, diese Show, und abwechslungsreich. So wie der Gesang der Nachtigall, den Chorleiterin Sylva Markert symbolisch zum Vorbild des Abends genommen hatte. Das ornithologische Motto kam eben doch nicht von ungefähr. Dabei konnte sich die Musiklehrerin wieder auf ihr gut 80-köpfiges Team auf und hinter der Bühne verlassen. "Wir haben mal ganz klein angefangen, bei Jogis, einer ehemaligen Schenkenberger Kneipe. Jeder brachte damals einfach ein weißes T-Shirt mit zum Auftritt", erinnerte sich Sylva Markert, die inzwischen schon seit 17 Jahren von aktuellen und ehemaligen Schülern begleitet wird.

Längst sind die weißen T-Shirts einer großen Vielfalt an Kostümen gewichen. So schien die Bühne auch an diesem Wochenende zu einem Laufsteg zu mutieren - zu jedem neuem Lied erschienen die Schüler in einem anderem Outfit. Das ist auch das Verdienst der Kostümschneiderin aus dem Soziokulturellen Zentrum, Gudrun Gatzsche. In mühevoller Einzelarbeit schneiderte sie über viele Wochen hinweg die gesamten Kostüme der jungen Darsteller.

Die Gäste dankten es mit Begeisterung: "Ich bin beeindruckt von diesem Zusammenspiel und der Harmonie der vielen Tänze. Man merkt, dass es den Kindern und Jugendlichen wirklich Spaß bereitet", sagt Gislinde Schinnderling, die inzwischen schon zum siebten Mal der Einladung zum Nordlichter-Konzert gefolgt war. Völlig überzeugt von den Showeinlagen zeigte sich auch Heiko Wittig, der Vorsitzende des Kulturausschusses Nordsachsen. "Wer so etwas Hochkarätiges sehen möchte, muss nicht mehr bis nach Leipzig fahren", zollte Heiko Wittig Respekt. Und Besucherin Gabriele Windisch wird wohl "besonders der Bollywoodtanz in Erinnerung bleiben", wie sie sagte. Die Eilenburgerin hatte die Nordlichter zum ersten Mal erlebt.

Für das nächste halbe Jahr ist der Chor übrigens schon ziemlich ausgebucht. So stehen bereits bis in den Herbst hinein jeden Monat drei Veranstaltungen fest, die Sylva Markert gemeinsam mit ihren Schützlingen mitgestalten wird. Bei so viel Präsenz erblasst selbst die Nachtigall.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.04.2013

Alexander Prautzsch

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