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Delitzsch Gedruckter Einkaufsführer für Delitzschsoll kleine Läden groß rausbringen
Region Delitzsch Gedruckter Einkaufsführer für Delitzschsoll kleine Läden groß rausbringen
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22:48 13.08.2015
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Delitzsch

Auch Serviceleistungen sollen dargestellt werden.

"Die erste Resonanz unter den Händlern auf diesen Vorstoß ist sehr gut", konstatiert Delitzschs Wirtschaftsförderin Ricarda Steinbach. In ihrem Ressort soll der Einkaufsführer federführend erstellt werden. Der städtische Anteil an der Finanzierung sei bereits eingeplant, die Händler sollen sich ebenfalls monetär einbringen. "Je mehr Kapital zur Verfügung steht, desto höher die Wertigkeit des Produkts", sagt Steinbach.

Immerhin: Die kleinen Geschäfte im Einzelhandel können neue Werbeinitiativen gut gebrauchen, nicht nur in Delitzsch. Zwar ist nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums der Leipziger Raum einschließlich Nordsachsen das einzige sächsische Gebiet neben der Dresdner Region, wo die Umsatzentwicklung im stationären Einzelhandel von 2009 bis 2013 über dem Bundesdurchschnitt lag. Doch die Großstadt Leipzig zieht viel Kundschaft aus dem ländlichen Umfeld ab. Zudem erstarkt der Onlinehandel immer mehr. Laut einer Erhebung des Instituts für Handelsforschung Köln haben sich die Umsätze im sogenannten E-Commerce von 2008 bis 2014 etwa verdreifacht. Damit stehen die inhabergeführten Geschäfte, die gerade in der Delitzscher Innenstadt das Bild prägen, vor enormen Herausforderungen. Allerdings haben sie Stärken, die andere Handelsplattformen so nicht bieten können. Allem voran der persönliche Kundenkontakt - mitunter schon seit mehreren Generationen.

Der geplante Delitzscher Einkaufsführer baut darauf auf. "Ich denke, ein Schwerpunkt der Publikation sollte bei den Dienstleistungen gesetzt werden, die die lokalen Händler zusätzlich zum Produktportfolio bieten", sagt Stefan Adam vom Vorstand der Delitzscher Werbegemeinschaft. "Es gibt sicher vieles, was nicht so bekannt ist. Speziell bei dem Publikum, das nicht zur Stammkundschaft gehört."

Wie viele Gewerbetreibende sich an dem Einkaufsführer beteiligen, steht noch nicht fest. Ricarda Steinbach kündigte an, alle infrage kommenden Geschäfte anschreiben zu wollen, sobald das Projekt konkret werde. Nächstes Jahr soll die Übersicht dann ausgelegt werden - auch jenseits der Stadtgrenze.

Wie sich ein Einkaufsführer gestalten und verbreiten lässt, kann sich Delitzsch auch ein Stück weit abgucken. Diverse Kommunen haben bereits Broschüren dieser Art herausgebracht. Darüber hinaus wurden überregionale Kooperationen ins Leben gerufen, um die lokalen Läden zu unterstützen. Am Niederrhein zum Beispiel beteiligen sich 51 Werbegemeinschaften an der Aktion Heimatshoppen, organisieren übergreifende Angebote und Ereignisse. Die Mittelstands-Offensive "buy local", ursprünglich aus dem stationären Buchhandel heraus entwickelt, steckt ebenfalls im Wachstum. Der Verein hat ein Gütesiegel entwickelt, setzt sich für regionales Einkaufen ein - auch im Internet. Die Initiative ist im Leipziger Raum jedoch noch wenig vertreten, eher in den alten Bundesländern.

Stefan Adam setzt deshalb darauf, vor Ort eigene Ideen zu entwickeln. Oder vorhandene Publikumsmagneten im Delitzscher Veranstaltungskalender weiter auszubauen. Gerade die Nacht der Türme und die verkaufsoffenen Sonntage haben Potenzial.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.08.2015
Kay Würker

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