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Gefährliche Pappeln: Delitzsch muss erneut zur Kettensäge greifen

Gefährliche Pappeln: Delitzsch muss erneut zur Kettensäge greifen

Die Stadtverwaltung nimmt die Pappeln auf die Agenda: Fünf am Schenkenberger Sportplatz sind seit wenigen Tagen weg, nur noch Stümpfe sind geblieben. In Werben musste ebenfalls eine gefällt werden.

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Am Spielplatz in der Blücherstraße war es im Juni 2014 zum Astbruch gekommen, bei dem allerdings niemand zu Schaden kam.

Quelle: Wolfgang Sens

Im Oktober kommen noch sechs Pappeln auf dem Weg zum Schenkenberger Reit- und Voltigierverein weg. Nicht generell in einer groß angelegten Aktion, aber Stück für Stück weichen so diese Bäume aus dem Stadtbild. Aus gutem Grund: Sie gelten als Risikobäume.

Im mehr als 17 000 Bäume umfassenden Kataster, wobei Forstbezirke und Schonungen ausgenommen sind, sind allein 888 Pappeln verzeichnet. Ihnen kommt ein besonderer Stellenwert zu: "Da Pappeln dem Phänomen des Grünastbruchs unterliegen, werden sie besonders betrachtet", erläutert Pressesprecherin Nadine Fuchs. Das Tückische am Grünastbruch ist, dass einzelne gesunde, voll belaubte Äste bei Windstille plötzlich abbrechen. Vorschäden sind nicht erkennbar, der Schaden nicht vorhersehbar. Keine Fäule, kein Defekt am Baum, nicht einmal einen Windhauch braucht es und plötzlich kommt ein Ast herunter - passiert ist dies so wie 2014 sogar schon in Spielplatznähe. "Die in den letzten Monaten vorherrschende Trockenheit und Hitze haben allerdings den Grünastbruch wohl noch begünstigt", schätzt man in der Verwaltung. Ein Mitarbeiter führt regelmäßige Baumkontrollen durch, zieht Sachverständige hinzu. Besonders nach Unwettern sei zudem jeder Mitarbeiter aufgerufen, besonders wachsam zu sein.

Spätestens jedoch seit an der Wallgrabenpromenade Anfang 2013 zahlreiche Bäume "entnommen" werden mussten und Bürgerproteste folgten, ist die Gehölzpflege in der Stadt und Verwaltung ein besonders sensibles Thema: "Die Sicherheit geht für uns immer vor", betont Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos), "wir entnehmen zum Beispiel im Freibad aber nicht alle Pappeln, sondern beobachten genau." Das gelte erst recht für Pappeln an Spielplätzen, da müsse man zwischen dem guten Nutzen des Baums als Schattenspender und Ängsten abwägen. Aktuell würden ausschließlich Bäume entnommen, die bruch- oder kippgefährdet sind oder anderweitig Merkmale zeigen, die die öffentliche Sicherheit "in einem für die Kommune nicht mehr tolerierbaren Maße" beeinträchtigen. So war es am Schenkenberger Sportplatz mit Grünastbruch. "Für Sportfreunde und Zuschauer ist eine Gefährdung entstanden, die die Stadtverwaltung nicht hinnehmen kann. Die Ersatzpflanzung - eine Reihe Säuleneichen - wird im Anschluss an das Stubenfräsen bis April 2016 erfolgen." Am Weg Zur Alm verursachten Pappeln im August einen Schaden am Außengelände des Voltigiervereins. Sechs Pappeln kommen weg. Im Gegenzug müssen mindestens zehn Bäume mit einem Stammdurchmesser von 18 bis 20 Zentimeter ersatzweise binnen der nächsten zwei Jahre gepflanzt werden. Vorgegeben wurden für diese Stelle Traubeneichen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.09.2015

Christine Jacob

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