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Delitzsch Gefahr für Tafelgarten, Aus für Radweg-Pflege
Region Delitzsch Gefahr für Tafelgarten, Aus für Radweg-Pflege
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00:05 05.03.2011
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Delitzsch

Betroffen sind unter anderem die Pflege von Rad- und Wanderwegen rings um Delitzsch sowie Arbeiten im Tiergarten. Prekär ist die Situation allerdings auch für den Tafelgarten.

Sollte die RID nicht in den nächsten vier Wochen positive Post vom Jobcenter bekommen, dürfte das Areal bis auf Weiteres verwaist sein.

Hintergrund der Misere: Die RID ist seit Jahren Arbeitgeber für zahlreiche Ein-Euro-Jobber. Finanziert werden die Stellen mit Eingliederungsmitteln des Jobcenters. Jede Maßnahme muss beantragt werden, ist dann auf neun Monate befristet – bis zum nächsten Antrag.

„Wir geben auf diese Weise Menschen eine Aufgabe, die derzeit nicht auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen können“, erklärt RID-Vorsitzende Martina Pönicke. Doch der neueste „Katalog förderfähiger Maßnahmefelder“, der auf Bundesebene verabschiedet wurde, ist im Vergleich zur Vorgängerliste deutlich gekürzt. Unter anderem fehlt die Unkrautbeseitigung im öffentlichen Verkehrsraum, die Pflege von Fuß-, Rad- und Wanderwegen und die Verrichtung einfacher Waldarbeiten wie die Beseitigung von Wildwuchs.

„Da unser Verein vor allem im Grünbereich aktiv ist, hat uns die Kürzung des Kataloges die Füße weggehauen“, sagt Martina Pönicke. Mehrere Projekte mit jeweils zehn bis 15 Teilnehmern können in Zukunft nicht mehr stattfinden. Eins nach dem anderen laufe jetzt aus. „Ich will zwar die Hoffnung nicht aufgeben, denn aus jeder Krise erwächst eine Chance. Aber wir müssen schon jetzt Konsequenzen ziehen.“ Etwa 50 Prozent des RID-Verwaltungspersonals sei von Kündigung betroffen.

Am 3. April wird es auch im Tafelgarten ernst. Dann laufen dort die letzten Ein-Euro-Jobber-Stellen aus. Drei Dutzend neue Anträge sind zwar gestellt, ob und wann sie bewilligt werden, steht allerdings in den Sternen. „Die Jobcenter bekommen dieses Jahr etwa ein Drittel weniger Geld vom Bund für Eingliederungsleistungen“, berichtet der Sprecher der Arbeitsagentur in Oschatz, Volkmar Beier, auf Anfrage.

Tiefe Einschnitte hat dieser Tage zudem das Projekt Spielzeugland erfahren, das die Regionale Initiative in der ehemaligen Mittelschule West betreibt. Vier Stellen für Ein-Euro-Jobber sind am Montag ausgelaufen. Im vergangenen Jahr konnten Bedürftige dort 3000 gespendete Spielzeuge kaufen – nicht mit Geld, sondern mit zugeteilten Punkten. Seit März allerdings sind die Öffnungszeiten reduziert: Spielzeug gegen Punkte heißt es nun vorerst immer montags, mittwochs und freitags von 10 bis 13.30 Uhr.

Kay Würker / Ilka Fischer

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