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Delitzsch Gefahrenabwehr: Im Delitzscher Park lässt die Stadtverwaltung Totholz entfernen
Region Delitzsch Gefahrenabwehr: Im Delitzscher Park lässt die Stadtverwaltung Totholz entfernen
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06:00 16.06.2017
Im Delitzscher Stadtpark beseitigt ein Mitarbeiter der von der Stadt beauftragen Firma abgestorbene Äste an einem Gehweg. Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch

Normalerweise ist das Knattern der Motorsägen im öffentlichen Grün für das Winterhalbjahr typisch, denn der Eingriff in die Natur ist im Sommer nur ausnahmsweise und in besonderen Fällen erlaubt. Ein solcher ist im Delitzscher Park eingetreten, deshalb sind dieser Tage Mitarbeiter der Firma GrünBau im Auftrag der Stadtverwaltung im grünen Herzen Delitzschs zu Gange.

Vor einigen Tagen sei ein dicker Ast von einem Baum abgebrochen und quer über den Geh-Radweg parallel zur Securiusstraße gefallen, teilt die Stadtverwaltung mit. In diesem Zusammenhang sei an einigen Bäumen am Rand des Parkes parallel zur Securiusstraße Totholz festgestellt worden. Dieses lässt die Stadtverwaltung aus Sicherheitsgründen jetzt kurzfristig entfernen. „Dieser Eingriff ist unter Beachtung des Artenschutzes naturschutzrechtlich genehmigungsfrei und wurde bereits durch das Denkmalamt genehmigt“, informiert Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos).

Gefahr im Verzug

Totholz wird als Gefahrenquelle angesehen, wenn es herunterfallen und Personen oder Gegenstände schädigen kann. Deshalb wird der Stadtpark jährlich und nach jedem Sturm und Unwetterereignis untersucht. „Wenn Totholz festgestellt wird, wird dies zuerst auf den Hauptwegen entfernt, dann auf den Nebenwegen und -anlagen und zuletzt auf den Freiflächen. Bei Bäumen, die nicht in den Wegebereich ragen, muss nicht zwingend geschnitten werden. „Es geht um die vom Totholz ausgehende Gefahr und nicht zuletzt um die Ästhetik des Stadtparks“, so Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos). Über den Verschnitt entscheidet meist der Baumpfleger oder ein beauftragte Gutachter.

Am Rad- und Gehweg parallel zur Securiusstraße weisen vor allem „Roteichen und Eschen Totholz auf“, berichtet GrünBau-Mitarbeiter Thomas Lipinski. Baum für Baum nimmt er in Augenschein, bevor die Säge angesetzt wird, denn der Eingriff soll nur auf das unbedingt Notwendige begrenzt werden. Um an die abgestorbenen Äste heranzukommen, sei es manchmal auch nötig, einige gesunde mit zu kappen, so der Vorarbeiter. „Außerdem muss wegen des Gleichgewichts gleichmäßig verschnitten werden, da einseitiger Masseverlust schwer vom Baum ausgeglichen werden kann.

Pilzbefall

Fünf einzelne Gehölze im Stadtpark, die teilweise im März noch Vitalität zeigten, seien nun vollends abgestorben. Die Ursache ist bisher unbekannt. Diese Bäume werden in diesem Zuge mit gefällt. Im Bereich der Kita am Park sollen zudem bald lange Äste der dortigen Roteichen eingekürzt werden. Hier hat sich der sogenannte Eichenwirrling ausgebreitet, ein Pilz, der sich langsam aber stetig ausbreitet. Insgesamt werden sich die Arbeiten im Park etwa über vier Wochen erstrecken, so die Stadtverwaltung.

„Die Gefahrenabwehr hat jetzt Vorrang“, rechtfertigt der Oberbürgermeister die Aktion. Deshalb müssten aus personellen und Kapazitätsgründen andere Pflegearbeiten warten. So war beispielsweise in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses des Stadtrates das Herstellen des Lichtraumprofils an der Straße zwischen Beerendorf-Ost und Spröda eingefordert worden. Der Wirtschaftsweg von Spröda nach Wannewitz sei derzeit mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen nicht passierbar, mahnte Stadtrat Gerhard Schladitz (CDU-Fraktion) und forderte dafür eine Regelung. Um den Wildwuchs im unteren Stammbereich der Lindenallee in Brodau werde sich laut Wilde die Servicegesellschaft aber zeitnah kümmern, genauso wie um die aus der Stadtmauer wachsenden Birkentriebe, die Stadtrat Volker Löffler (SPD) angesprochen hatte.

Von Thomas Steingen

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