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Delitzsch Gelder für Regenbogen-Kita Delitzsch bewilligt
Region Delitzsch Gelder für Regenbogen-Kita Delitzsch bewilligt
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00:23 29.05.2018
Die Kita wird ab Jahresende saniert. Quelle: Wolfgang Sens LVZ
Delitzsch

„Wer will fleißige Handwerker sehen?“ singen die Knirpse in einigen Kitas oft und gerne, ein klassisches Kinderlied. Im Diakonie-Kinderhaus „Zum Regenbogen“ in der Gellertstraße sollte so ein Lied eigentlich seit Monaten von echten Handwerkern untermalt sein und die Sanierung laufen. Doch nichts ist bislang zu hören von Hämmern, Bohren und Sägen. Die Sache zieht sich, die Instandsetzung läuft nicht, obwohl sie sogar mal für Ende 2017 avisiert war. Die Verspätungen gibt es allerdings nicht ohne Grund.

Gelder bewilligt

Jetzt erst hat der Stadtrat die Mittel zur Instandsetzung der Regenbogen-Kita freigeben können und am Donnerstagabend einstimmig die außerplanmäßigen Auszahlungen beschlossen. Die Gesamtkosten der Kita-Sanierung belaufen sich auf 2,55 Millionen Euro. Ursprüngliches Versprechen für einen Baustart war einmal Ende 2017 beziehungsweise Anfang 2018. Nun soll der Umbau erst im vierten Quartal des laufenden Jahres begonnen werden. Die Verspätung hängt einerseits damit zusammen, dass erst noch die neue Tagespflegeeinrichtung der Diakonie, die auch Träger der Kita ist, fertiggestellt werden muss. Noch ist die Einrichtung ebenfalls in der Gellertstraße untergebracht und ohne Auszug ist kein Platz die Kita-Gruppen jeweils so im Gebäude weiterziehen zu lassen, dass die Sanierung im laufenden Betrieb erfolgen kann. Andererseits musste die Stadt lange auf die Fördermittelzusage warten.

Kita sollte eigentlich geschlossen werden

Dabei war der Antrag auf Gelder gleich im Februar 2017 gestellt worden. Da hatte die Stadt überraschend mitgeteilt, dass die Kita doch nicht geschlossen wird. Das nämlich war seit 2016 der eigentliche Plan für den Regenbogen, was massive Proteste der Eltern und auch Erzieher zur Folge hatte. Die Kehrtwende, betonte Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) wiederholt, stand allerdings nicht im Zusammenhang mit diesen Elternprotesten, sondern lag schlicht an geänderten Zahlen und Kita-Bedarfsanalysen – die Regenbogen-Kita wird in Zeiten angespannter Platzsituationen gebraucht. Aktuell gibt die Diakonie eine Platzkapazität von 160 inklusive Hortplätzen an, nach der Sanierung sollen 45 neue Krippenplätze und elf neue Kindergartenplätze entstanden sein. Da in der ehemaligen West-Schule ein Zentralhort für 300 Kinder entstehen soll, werden Hortplätze in den Kitas im Norden frei und können für Krippen- und Kindergartenkinder frei werden. Genaue Zahlen kann die Stadt momentan nicht nennen. Der Auszug der Hortkinder aus dem Regenbogen-Haus ist für August 2019 vorgesehen.

Sanierung im laufenden Betrieb

In der Regenbogen-Kita soll nun die gesamte Infrastruktur von den Sanitäranlagen bis zum Brandschutz in Schuss gebracht werden. Die Sanierung erfolgt im laufenden Betrieb und abschnittsweise. Im ersten Bauabschnitt werden die bislang von der Tagespflege genutzten Räume für die Betreuung der Kinder genutzt, die bereits die Kita besuchen. Es sollen zudem neue Krippenplätze hergerichtet werden. Indem man die Gruppen dann weiter verlagert, sollen im zweiten Schritt jeweils übereinanderliegende Gebäudeabschnitte saniert werden.

Von Christine Jacob

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