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Delitzsch Gelebte Nachbarschaft am laufenden Meter
Region Delitzsch Gelebte Nachbarschaft am laufenden Meter
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15:55 19.05.2015
Hier kommt man ins Gespräch und ins Geschäft: Petra Wartenberg (stehend) bietet Bücher und CDs an, Anwohner Jörg Bronzel (links) gehört zu den Interessenten. Quelle: Kay Würker

Zumindest war die Mitmachlaune an diesem Wochenende vielversprechend. Auf rund hundert Metern reihten sich beiderseits des Pflasters Camping-, Küchen- und Tapeziertische, dicht beladen mit Trödelei: Haushaltswaren und Klamotten vor allem, aber auch Bücher, CDs, Gemälde. In der Regel Dinge, die von den Besitzern als entbehrlich, aber nicht wertlos eingestuft wurden. "Ich mag Flohmärkte. Allerdings habe ich noch nie irgendwo selbst was angeboten", erzählte Anwohnerin Petra Wartenberg. Dass die 15-Jährige am Sonnabend die Premiere wagte, habe allein an der räumlichen Nähe gelegen. "Ich dachte mir, wenn so ein Markt direkt vor der Tür stattfindet, kann ich ja mitmachen. Ich habe Dinge aus der Kindheit, von denen ich mich trennen möchte."

Gut möglich, dass das eine oder andere, was Petra Wartenberg verkaufte, nun ein paar Häuser weiter im Regal liegt. Denn es waren vor allem Altstadt-Bewohner, die zu den Gästen des Straßenflohmarktes zählten. Und Anwohner der Mauergasse, die Gebrauchtes feilboten. Mitorganisator - und Anwohner - Thilo Fuchs sieht in dieser Hinsicht noch Erweiterungspotenzial, möchte die Veranstaltung nicht nur als Nachbarschafts-Episode verstanden wissen. "Dieser Straßenflohmarkt ist offen für alle", betonte er. "Das ist vielleicht nicht überall so angekommen."

Doch das Grund-Anliegen hat sich erfüllt: mit Nachbarn ins Gespräch zu kommen. "Ich habe etwa vier Wochen vorher Zettel in die Briefkästen geworfen, und die Resonanz ist toll. Nicht nur Hauseigentümer, auch Mieter machen mit", berichtete Thilo Fuchs. Nächstes Jahr soll es eine Neuauflage geben - "wenn es gut läuft, vielleicht auch mit Musik, im Stile eines kleinen Straßenfestes". Jörg Bronzel würde es freuen. Der Flohmarkt-Fan kam am Samstag mit Lebensgefährtin aus der Holzstraße herüber. Er suche nichts Spezielles, sagte er. Er setze auf Zufallsfunde. Das Schönste sei schließlich der Spaß am Quatschen und Stöbern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.09.2013

Kay Würker

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