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Delitzsch Gemeinde Krostitz muss für Ortsdurchfahrt Zschölkau 150 000 Euro nachlegen
Region Delitzsch Gemeinde Krostitz muss für Ortsdurchfahrt Zschölkau 150 000 Euro nachlegen
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00:21 27.10.2017
Beim Ausbau der Ortsdurchfahrt Zschölkau werden in der Waldstraße zusätzlich Erdkabel für die Stromversorgung verlegt. Quelle: Wolfgang Sens
Krostitz/Zschölkau

Ursprünglich war es Ziel, den Ausbau der Ortsdurchfahrt Zschölkau, Rackwitzer Straße, bis Anfang November abzuschließen. Doch zusätzliche Arbeiten, die vorher noch nicht abzusehen waren, haben den Bauablauf etwas verzögert. „Wir setzen jetzt alles daran, bis Ende November fertig zu werden“, sagt Jürgen Nicolaus, Oberbauleiter der Firma Straßen- und Tiefbau Eilenburg, die mit dem Ausbau von der Gemeinde Krostitz beauftragt worden ist.

Wie Bürgermeister Wolfgang Frauendorf (CDU) berichtet, sei im 1. Bauabschnitt im Bereich Straße „Am Bahndamm“ eine Umplanung des Regenwasserkanals erforderlich geworden, weil eine Telekom-Trasse (vier- bis fünfrohrig) oberhalb des bestehenden Regenwasserkanals verläuft, die so nicht in den Unterlagen ausgewiesen sei. Deshalb war eine Auswechslung des Kanals nicht möglich. Folglich musste ein neuer Kanal verlegt werden, was auch eine Umverlegung von Hausanschlussleitungen nach sich zog. „Außerdem wurde der alte Regenwasserkanal verfüllt“, berichtet Jürgen Nicolaus.

Zusätzliche Hausanschlussleitungen

Auf Wunsch von Grundstückseigentümern sind auch zusätzliche Regenwasseranschlüsse verlegt worden, die ursprünglich nicht geplant waren. „Alles Arbeiten, die aus Sicht der Gemeinde sinnvoll sind, um nicht später noch einmal die Straße aufreißen zu müssen“, so der Bauleiter weiter. Das trifft auch auf die zusätzliche Verlegung eines Schmutzwasserkanals mit Hausanschlussleitungen zu den Kleingärten zu, womit bisher nicht erschlossene Grundstücke ans Schmutzwassernetz angebunden werden. Sehr kostenintensiv schlägt das Pflastern in Beton an einem Grundstück zu Buche, weil dort das Verfestigen mit Rüttelplatte nicht möglich gewesen sei, erklärt Nicolaus weiter. „In der Waldstraße wollten wir ursprünglich nur die Straßenbeleuchtung verlegen. Wir konnten aber die EnviaM überzeugen, dort auch gleich mit die Kabel für die Stromversorgung in die Erde zu bringen“, nennt Frauendorf eine weitere Mehrleistung.

642 000 Euro Fördermittel

Mehraufwand bedeutet immer auch höher Kosten. So muss die Gemeinde für die Finanzierung des mit rund 847 000 Euro veranschlagten Vorhabens ordentlich Geld nachschießen. Deshalb hat der Gemeinderat mehrheitlich bei zwei Enthaltungen einer überplanmäßigen Ausgabe in Höhe von 150 000 Euro zugestimmt. Diese Mittel kann die Kommune durch Mehreinnahmen aus der Erschließungskostenablöse (dritter Bauabschnitt Wohngebiet Dorfmark) decken. Für die Ortsdurchfahrt erhält die Gemeinde Krostitz Fördermittel in Höhe von rund 642 000 Euro. Diese sind auf drei Jahre bis 2019 verteilt.

Von Thomas Steingen

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