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Delitzsch Gemeinde Krostitz packt mit Mehrzweckhalle und Ortsdurchfahrt zwei Großvorhaben an
Region Delitzsch Gemeinde Krostitz packt mit Mehrzweckhalle und Ortsdurchfahrt zwei Großvorhaben an
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00:18 18.05.2017
Der Krostitzer Ortsteil Zschölkau wird demnächst Baustelle. Quelle: Wolfgang Sens
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Krostitz/Zschölkau

Mehrere Millionen Euro will die Gemeinde Krostitz in diesem Jahr in die Infrastruktur und in kommunale Einrichtungen investieren. Das größte Vorhaben ist mit einer Investitionssumme in Höhe von 2,2 Millionen Euro (bei einer 60-prozentigen Förderung) der Neubau einer Mehrzweckhalle in Krostitz. Sie soll direkt neben der bestehenden Sporthalle entstehen. Wie Bürgermeister Wolfgang Frauendorf (CDU) informiert, wird in dieser Woche die Baustelleneinrichtung aufgebaut. Vorbereitende Maßnahmen wie den Abriss eines Geräteschuppens und die Beräumung der Fläche hat die Gemeinde im Vorfeld erledigen lassen. Somit könne nächste Woche dann der Start für den Rohbau beginnen.

Bestuhlung für 180 Besucher

Mit diesem hat der Gemeinderat die Firma K & S Bau aus Laußig beauftragt. In der öffentlichen Ausschreibung hat sie mit rund 560 580 Euro das wirtschaftlichste Angebot der sechs Bewerber unterbreitet. Wie Frauendorf sagt, wird die neue Halle eine Grundfläche von 41 mal 24 Metern haben und damit etwas kleiner als die alte Sporthalle sein. Die reine Hallenfläche im Innern beträgt 28 mal 20 Meter. Konzipiert ist sie als Ein-Feld-Halle, wobei der Innenraum in zwei Hälften teilbar sein soll. Eine Zuschauertribüne ist nicht vorgesehen. Allerdings gehört zum Projekt eine Bestuhlung für maximal 180 Besucher bei Veranstaltungen. Entsprechend sind neben Küche und Sanitäreinrichtungen auch Lagerräume für Technik und Bestuhlung vorgesehen. „Im Sinne einer ordentlichen Akustik wird die Halle so errichtet, dass sie nachrüstbar mit Technik ist“, sagt der Bürgermeister. Zirka ein Jahr Bauzeit ist kalkuliert. Im Außenbereich nördlich des Gebäudes werden zudem noch 52 Stellflächen für Pkw angelegt.

Mehr als eine Million Euro wird auch der Ausbau der Ortsdurchfahrt Zschölkau (Rackwitzer Straße) verschlingen. Seit mehreren Jahren ist dieses Vorhaben im Gespräch. Jetzt soll es endlich starten. Als Baubeginn kündigt Frauendorf den 22. Mai an. Der reine Straßenbau wird zu 75 Prozent gefördert. Insgesamt sind die Kosten mit 847 000 Euro veranschlagt worden, wobei die Fördergelder über drei Jahre verteilt, abrufbar sind. „Wir müssen also als Kommune vorfinanzieren“, erklärt das Gemeindeoberhaupt. Hinzu kommen die Kosten für die neue Straßenbeleuchtung, die mit 144 000 Euro zu Buche schlagen. Hierfür stehen ebenfalls Zuschüsse zur Verfügung, 33 400 Euro sind bewilligt worden.

EnviaM verlegt Erdkabel

In Abstimmung mit dem Straßenbau wird auch die EnviaM in Zschölkau tätig. Sie beabsichtigt, im Krostitzer Ortsteil Niederspannungsfreileitungen zu beseitigen. Als Ersatz werden 1,5 Kilometer Erdkabel verlegt und 33 Kabelhausanschlüsse erneuert. Die Investitionssumme dafür beträgt laut EnviaM 156 000 Euro.

Die Ortsdurchfahrt wird in zwei Abschnitten ausgebaut. Dafür muss die Rackwitzer Straße abschnittsweise voll gesperrt werden. Wie Bürgermeister Frauendorf mitteilt, beginnt der Ausbau auf Höhe Feuerwehrgerätehaus in Richtung Rackwitz. Im zweiten Teil geht es danach von der Feuerwehr in Richtung Bundesstraße 2/Gewerbegebiet „Im Mittelfeld Hohenossig“. Eine Umleitung über Podelwitz und Rackwitz wird ausgewiesen. „Wahrscheinlich wird auf der B 2 am Abzweig Podelwitz/Göbschelwitz sogar eine Ampelregelung erforderlich, kündigt Frauendorf an.

Die Erneuerung der schadhaften Leinebrücke in der Parkstraße in Krostitz zögert sich dagegen hin. „Die Wasserbehörde fordert weitere Zuarbeiten, sonst hätten wir schon begonnen.“ Frauendorf geht aber davon aus, auch dieses rund 166 000 Euro teure Projekt noch 2017 angehen zu können.

Von Thomas Steingen

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