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Gemeinde könnte neue Kita bauen

Wiedemar Gemeinde könnte neue Kita bauen

Die Kindertagesstätte Schatztruhe in Wiedemar hat Sanierungsbedarf. Seit Jahren wird um eine Entscheidung gerungen, ob eine Sanierung sinnvoll ist. Wünschenswert wäre ein Neubau. Die Suche nach einem Grundstück in Wiedemar war aber bislang erfolglos. Vor 2018 wäre ohnehin nicht mit einem ersten Spatenstich zu rechnen.

Die Kindertagesstätte Kinderhaus Schatztruhe in Wiedemar.

Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Wiedemar. Die Gemeinde Wiedemar muss erneut kräftig in ihre Infrastruktur investieren. In diesem Jahr begann sie bereits mit dem Anbau für die Grundschule in Kyhna und legte dafür rund eine Million Euro hin. 400 000 Euro Fördermittel vom Land gab es dafür. Ein weiteres Großprojekt deutet sich an und kommt auf die Agenda: Der Bau einer Kindertagesstätte in Wiedemar. „Wir werden nicht umhin kommen, darüber mit allen Konsequenzen nachzudenken und dann zu entscheiden“, erklärte kürzlich die Wiedemarer Gemeinderätin Karin Bödemann (CDU) im Zusammenhang mit der Haushaltsdiskussion 2017. Auch Gemeinderatskollege Volker Bühlig (SPD) sieht dringenden Handlungsbedarf. Hintergrund: Die Kindertagesstätte Schatztruhe Am Strengbach 1 in Wiedemar ist sanierungsbedürftig.

Sanierung immer wieder ein Thema

„Wir haben nach wie vor eine gültige Betriebserlaubnis für diese Einrichtung. Sie ist eine von sechs im Gemeindegebiet und wir brauchen sie“, erklärte Bürgermeisterin Ines Möller (parteilos). Insgesamt stellt die Gemeinde 87 Krippen- und 159 Kindergartenplätze im Gemeindegebiet zur Verfügung. Dass die Bedingungen für eine Kita an diesem Standort nicht ideal sind, wisse sie und auch der Gemeinderat seit längerem. Immer wieder sei eine umfassende Sanierung thematisiert worden, auch schon vor dem Zusammengehen von Wiedemar, Zwochau und Kyhna. Entscheidungen fielen aber nicht. Insbesondere die Bausubstanz des ehemaligen Wohnhauses habe unter dem in unmittelbarer Nähe vorbeifließenden Strengbach gelitten. Vor allem bei Rückstau und Hochwasser sei das Haus immer mal wieder direkt betroffen. Es sei daraufhin auch saniert worden. Mittlerweile sind dabei erhebliche Kosten zusammengekommen.

Wünschenswert ist ein Neubau

Doch ob weitere Investitionen in eine Sanierung fließen sollten, bestreitet Volker Bühlig. Der Bauplaner weiß, wovon er redet, hat bereits etliche Kita- und Schulbauprojekte begleitet. „Eine Sanierung ist teurer“, sagte er und betonte dies nicht zum ersten Mal. Wünschenswert wäre natürlich ein Neubau an hochwassersicherer Stelle und in eingeschossiger Bauweise mit großem Außenbereich.

Entscheidung steht noch aus

Bürgermeisterin Möller wägt seit einiger Zeit ab, was der Gemeinde Neubau oder Sanierung kosten könnten und was am Ende kostengünstiger sei. „Wir müssen uns letztlich entscheiden, was wir wollen. Am jetzigen Standort haben wir allerdings keine Chance, den Außenbereich zu erweitern.“ Gespräche mit dem Nachbarn über den Verkauf von Gartenland seien bereits vor Jahren aufgenommen worden, jedoch ohne Erfolg.

Grundstücksfrage klären

Auch die Suche nach geeigneten Grundstücken in Wiedemar erwies sich bislang als schwierig, da die Gemeinde dort nicht mehr über entsprechende eigene Flächen verfügt. „Wir werden es weiter versuchen“, versprach Ines Möller dem Gemeinderat, der zuvor die Grundstücksfrage gestellt hatte.

Geld wäre da

Vor 2018 werde es voraussichtlich aber keinen ersten Spatenstich für einen Neubau geben. Im Planungs- und Ausschreibungsverfahren seien konkrete Fristen einzuhalten. Zudem wolle und müsse sich die Gemeinde um Fördermittel bemühen. In dem Zusammenhang stellte die Bürgermeisterin fest, dass durchaus das Geld da wäre, eine Einrichtung mit entsprechender Größe zu bauen. „Wenn wir nicht den Finanzausgleich zahlen müssten.“ 2017 muss die Gemeinde 919 000 Euro abgegeben, in den Jahren 2016/2015 waren es 833 000 Euro.

Von Ditmar Wohlgemuth

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Wiedemar
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