Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Gertitzer Graben wird in Schuss gebracht
Region Delitzsch Gertitzer Graben wird in Schuss gebracht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:15 19.05.2015
Mitarbeiter der Firma ST Grünbau holen mit einem Bagger zwischen Richard-Wagner-Straße und Hallescher Straße Schlammablagerungen aus dem Gertitzer Graben. Quelle: Alexander Bley

Die Arbeiten sollen sich noch bis Ende November hinziehen. Sie sind Teil der sogenannten nachholenden Unterhaltung des Delitzscher Grabensystems, um dieses als Fließgewässer funktionstüchtig zu halten beziehungsweise zu machen.

Damit will die Stadt Versäumnisse aus vergangenen Jahren ausgleichen, denn lange wurden die Gräben stiefmütterlich behandelt, wuchsen zu, verflachten oder wurden teils auch zugeschüttet. Mit dem Wiederanstieg des Grundwassers, der mit der Flutung der ehemaligen Braunkohletagebaue einherging, wurde die Notwendigkeit funktionierender Gräben schnell offensichtlich. Starkregen-Ereignissen hatten zu Überschwemmungen, Vernässungen und nassen Kellern geführt. Seit zwei Jahren lässt Delitzsch deshalb die Gräben im Stadtgebiet und in den Ortsteilen in Ordnung bringen. Einmalig beteiligt sich die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) daran, in dem sie den Großteil der Finanzierung trägt. Wobei sie 100 Prozent der Planungs- und in der Regel rund 90 Prozent der Baukosten übernimmt.

Nachdem in den Vorjahren der Werbener und Storkwitzer Graben sowie der Krumme Graben in Döbernitz und der Strengebach in Selben in Angriff genommen wurden, sind in diesem Herbst abschließend der Naulandgraben/Sprödaer Bach, der Ziehgraben und der Gertitzer Graben/Gertitzer Ableiter an der Reihe.

Wie Frank Mazur, zuständiger Sachbearbeiter in der Stadtverwaltung, der LVZ auf Anfrage mitteilte, stünden am Neulandgraben/Sprödaer Bach und am Ziehgraben nur noch Restarbeiten an. So sei am Naulandgraben nördlich der B 183 a Gehölzpflege, Totholzberäumung und Böschungsmahd noch offen sowie im Waldgebiet Spröde die Totholzberäumung an den Durchlässen. Im Zuge der Arbeiten werde auch das Wehr am Feuerlöschteich bei Beerendorf-Ost erneuert, berichtete Mazur. In Abstimmung mit dem Bibermanagement und der Unteren Naturschutzbehörde wurde genau festgelegt, welche Arbeiten im Bereich des Lebensraumes der Biber durchgeführt und welche Staustufen zurückgebaut werden dürfen. Ansonsten wurde dieser Abschnitt des Naulandgrabens ausgespart. "Der Biber ist aber sehr aktiv. Wo etwas entfernt wurde, begann er sofort, es wieder einzubauen", so Frank Mazur weiter.

Im Bereich des ehemaligen Ziehwerkes müssen noch die Durchlässe des Ziehgrabens, der auf rund 700 Meter Länge verrohrt ist, gespült werden. Weil bei den ersten Spülversuchen eine ölige Flüssigkeit zutage trat, müsse eine Spezialfirma hinzugezogen werden, die die Flüssigkeit fachgerecht entsorgt.

Neben dem Spülen von Durchlässen sind Böschungsmahd, Sedimententnahme und -entsorgung die Schwerpunkte der Grabeninstandsetzung. Wobei die Sedimententsorgung einer der größten Kostenfaktoren ist. Wie berichtet, hatte der Technische Ausschuss des Stadtrates im September Aufträge in Höhe von knapp 300 000 Euro für die Instandsetzung dieser drei Grabensysteme vergeben. Sie gingen an die Firma ST Grünbau aus Leipzig und an die Delitzscher Landhandel und Dienste GmbH. Zu den Baukosten kommen noch knapp 90 000 Euro für die Planungen hinzu.

Künftig sollen die Delitzscher Gräben dann im Zuge der jährlichen Unterhaltung gepflegt und funktionstüchtig gehalten werden. Diese Aufgabe muss die Stadt dann allerdings allein stemmen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.11.2013
Thomas Steingen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die drei nordsächsischen CDU-Kandidaten erhielten für die Landtagswahl 2014 auf dem Kreisparteitag am Sonnabend starke Rückendeckung - Volker Tiefensee (96 Prozent), Jörg Kiesewetter (92,6) und Frank Kupfer (89,3) stellten den Anwesenden zuvor sich und ihre Ziele vor.

19.05.2015

Sie haben es im Moment nicht leicht, die Rackwitzer. Verschiedene Themen erhitzen die Gemüter im Dorf: die Biogasanlage, der Um- und Ausbau "ihrer" Schladitzer Bucht, der Abriss von Wohnblöcken und schlussendlich noch das geplante Flüchtlingsheim im ehemaligen Lehrlingswohnheim.

17.11.2013

Nordsachsen muss wie alle anderen sächsischen Landkreise seit 1. November eine feste Quote Asylbewerber und Flüchtlinge aufnehmen. Unabhängig davon, ob Unterkünfte ausgewiesen sind oder nicht.

19.05.2015
Anzeige